Professionelle pädagogische Arbeit bildet ein zentrales Fundament für eine hoffnungsvolle Zukunft
„Code: Hoffnung“: 11. Pädagogischer Nachmittag der St. Nikolausstiftung im Beisein von Bundesminister Martin Polaschek und Vizebürgermeister Christoph Wiederkehr

Wie lautet der Bildungsauftrag im Kindergarten? Das Kind ist ein kompetentes Individuum, das als Ko-Konstrukteur seiner Entwicklung handelt. (…) Die praktische Umsetzung des Bildungsauftrages liegt in der Verantwortung der fachlich qualifizierten Pädagoginnen und Pädagogen. Ihre Arbeit wird durch qualitätsvolle Rahmenbedingungen unterstützt, so steht es in der Präambel des Bundesländerübergreifenden BildungsRahmenPlans (2009).

Kindern den bestmöglichen Start in ihre Bildungslaufbahn zu ermöglichen, ist das Ziel aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Kindergarten. Die Herausforderungen in der ersten Bildungseinrichtung – allen voran Personalmangel, Gruppengröße, Fachkraft-Kind-Schlüssel – sind mittlerweile allen bewusst, genauso wie das große Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das System am Laufen zu halten.

„Umso bedeutsamer ist es, den Kindergarten als ‚Ort der Hoffnung‘ zu betonen. Hier werden wesentliche Weichen für die Bildungslaufbahn der Kinder gestellt. Wenn sich die Rahmenbedingungen auch nur in kleinen Schritten verbessern, so muss umso mehr die Arbeit des Kindergartenpersonals als jene Hoffnungsträgerinnen und -träger wertgeschätzt werden“, betonte Elmar Walter, Geschäftsführer St. Nikolausstiftung, bei der Eröffnung des 11. Pädagogischen Nachmittags im Beisein von Bundesminister Martin Polaschek sowie Vizebürger und Bildungsstadtrat Christoph Wiederkehr.

Tagungsthema: „Code: Hoffnung“

Der Titel der Fortbildungsveranstaltung „Code: Hoffnung“ impliziert vieles. Hoffnung auf eine gute Zukunft, Hoffnung für bessere Rahmenbedingungen in elementarpädagogischen Einrichtungen, Hoffnung auf Frieden, Hoffnung auf ein gelingendes Leben.

Was braucht es für ein gelingendes Leben, eine gute Zukunft und was gibt uns Hoffnung sowohl im privaten als auch im beruflichen Kontext? Der Psychotherapeut Professor Arnold Mettnitzer verwies in seinem Vortrag auf die US-amerikanische Lyrikerin Louise Elisabeth Glück, Literaturnobelpreis-Trägerin 2020. Sie ermutigte Menschen Glückspilze zu sein und das Leben als Suche im Inneren zu begreifen – im Gegensatz zu Glücksrittern, die bei ihrer Suche im Außen bleiben.

Was bedeutet dies für den Kindergarten? Junge Kinder leben sehr im Moment, stellen Fragen nach dem Warum und Wieso. Philosophieren mit Kindern als pädagogische Grundhaltung bedeutet, diesen Fragen nicht auszuweichen, sondern sie ernst zu nehmen und sich auf das oft Unbekannte oder Ungewisse einzulassen. Gemeinsames Spielen, Lernen, Suchen und Staunen eröffnet so einen „ko-konstruktiven Raum“ und lässt alle Beteiligten ahnen, was sie für ein gelungenes Leben brauchen.

Kindergarten: Wir gestalten Zukunft

Im zweiten Fachvortrag bekräftigte Ali Mahlodji, Keynote-Speaker, Buchautor und EU-Jugendbotschafter, auf die Potentiale, die jede einzelne Person hat, zu vertrauten und warnte ebenso vor einer Abhängigkeit von außen. Wer zweifelt, kann sich eine einfache Frage stellen: Ist meine Arbeit sinnvoll?

Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in elementarpädagogischen Einrichtungen können die Frage mit einem ganz klaren Ja beantworten. Kinder sind unsere Zukunft, d. h. ElementarpädagogInnen und AssistentInnen gestalten und prägen die (Bildungs-) Biografien als eine der Ersten mit.

„Der Wert der pädagogischen Arbeit, insbesondere der elementaren Bildung, wird oft unterschätzt. Uns ist es wichtig, unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu stärken und den pädagogischen Alltag sowie das professionelle Tun gemeinsam nach dem Sinn und der Bedeutung auszurichten. Im Kindergarten wird Bildung, Freude und vor allem Beziehung erfahren und dies kann für Kinder ein wichtiges Fundament für ein geglücktes Leben bedeuten“, fasst Susanna Haas, pädagogische Leitung St. Nikolausstiftung, zusammen.

Hoffnung ist eine enorm wichtige Kraft und Triebfeder. Oder wie es der römische Gelehrte Plinius der Ältere formulierte: Die Hoffnung ist die Säule, welche die Welt trägt.

11. Pädagogischer Nachmittag der St. Nikolausstiftung
11. April 2024: Verpflichtende Fortbildungsveranstaltung für alle MitarbeiterInnen in der St. Nikolausstiftung, rund 1100 Anwesende, Wiener Stadthalle, Halle F
Stichwort: Elementares Bildungssystem, Dialoggruppe: ElementarpädagogInnen und AssistentInnen im Bereich elementare Bildung (Kindergärten und Horte)

Tagungsthema 2024: Code: Hoffnung – Gib jedem Tag die Chance, der schönste deines Lebens zu sein

Hier geht’s zu den Fotos.

Ich finde dich in allen diesen Dingen,
denen ich gut und wie ein Bruder / eine Schwester bin;
als Samen sonnst du dich in den geringen
und in den großen gibst du groß dich hin.

 Das ist das wundersame Spiel der Kräfte,
dass sie so dienend durch die Dinge gehn:
in Wurzeln wachsend, schwindend in die Schäfte
und in den Wipfeln wie ein Auferstehn.

Rainer Maria Rilke

Die St. Nikolausstiftung wünscht schöne und erholsame Kar- und Osterfeiertage.

ACHTUNG!
Die Geschäftsstelle hat am Karfreitag geschlossen! Ab 02. April 2024 sind wir zu den gewohnten Öffnungszeiten wieder für Sie da.

Der Österreichische Vorlesetag ist eine Initiative, die das Lesen ins Zentrum des allgemeinen Interesses rücken will. Lesen ist der Grundbaustein unserer Kultur. Warum ist bereits das Vorlesen so wichtig? Irene Hirsch, Bereichsleitung unserer Mobilen Dienste, verweist auf einige wichtige Faktoren: “Vorlesen kann ausgesprochen viel: Es fördert die Sprachentwicklung, erweitert den Wortschatz und das Gefühl für Rhythmus und Melodie der Sprache. Es unterstützt den Ausbau der Konzentrationsfähigkeit und den Erwerb von Wissen, ebenso werden die Fantasie und das Einfühlungsvermögen angeregt. Und nicht zuletzt vermittelt es das Gefühl von Geborgenheit, Nähe und Sicherheit und ist allein deshalb eine wertvolle Zeit im Alltag mit Kindern.
Es gibt eine reiche Vielfalt an Bilderbüchern, die je nach Alter im Text und in der Bildgestaltung variieren. Im jungen Alter sind vor allem Themen rund um Alltagshandlungen für Kinder ansprechend, ältere Kinder sprechen auf spezielle Interessensthemen besonders an.
Wichtig erscheint mir, das Vorlesen als Dialog zu gestalten und somit den Kindern die Möglichkeit zu geben, über ihre Erlebnisse, Meinungen und Gefühle zu bestimmten Inhalten zu sprechen. Dies unterstützt neben der Entwicklung der Sprachkompetenz auch die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder.”

Informative Links zum Thema „Vorlesen” und “Bilderbücher”:

https://lesen.tibs.at/index.php/node/5207

https://lesen.tibs.at/node/5251

Am 6. März 1974 beschloss der Nationalrat das Zivildienstgesetz und ebnete damit den Weg für eine Alternative zur Wehrpflicht. Im ersten Jahr entschieden sich nur 344 junge Männer für den Zivildienst, mittlerweile sind es rund 45 Prozent. Für Rettungs- und Sozialorganisationen sind die Zivildienstleistenden eine wichtige und unverzichtbare Unterstützung – so auch in unseren Kindergärten und Horten.

Seit dem Kindergarten- und Hortjahr 2012/13 unterstützen uns Zivildiener im Bildungsalltag. Waren es zu Beginn nur 5 Zivis, sind es mittlerweile 28 pro Jahr. 212 Zivildiener leisteten bisher ihren Zivildienst in den Standorten der St. Nikolausstiftung. Wie sieht der Alltag eines Zivildieners aus? In der Sonntags-Ausgabe der Tageszeitung „Die Presse“ berichtet Marko Milosavac, Zivildiener in unseren Kindergärten „Paulaner“ und „Zu den Hl. Aposteln“, über seine Erfahrungen und seine Motivation.

Liebe Zivis, vielen Dank für eure großartige und wertvolle Unterstützung. Wir sind sehr froh, dass ihr da seid!

Wie geht es den Menschen, die zu uns flüchten?

Das soll beim 14. Romaria Solidaritätsweg gemeinsam mit Geflüchteten sichtbar gemacht werden. Die Kundgebung will ein Zeichen für Achtung der Menschenrechte und Würde von geflüchteten Menschen und gegen Ausgrenzung sein! Mit dem Romaria-Solidaritätsweg laden die Veranstalter/-innen dazu ein, ein Zeichen der Solidarität mit allen Schutzsuchenden in Österreich zu setzen und gleichzeitig gegen jeglichen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit zu protestieren.

Los geht es am Dienstag, 26. April 2024, 17:00 Uhr beim 4. Tor des Zentralfriedhofs bis zur Pfarre Kaiserebersdorf.

Jetzt unterstützen!

Die Organisationen und Träger:innen elementarer Bildungseinrichtungen Caritas Österreich, Charlotte Bühler Institut, NeBÖ – Netzwerk elementare Bildung Österreich  und EduCare, Betriebsrät:innen, BÖE – Bundesverband österr. Elternverwalteter Kindergruppen, Diakonie Österreich, Kinderfreunde, Kinder in Wien sowie die St. Nikolausstiftung wollen eine Verbesserung in den elementaren Bildungseinrichtungen in Österreich erreichen. Dazu wurden 10 konkrete Forderungen an die Politik formuliert, damit die Qualität in elementaren Bildungseinrichtungen verbessert und verbindliche Standards österreichweit verankert werden. Diese ausformulierten Forderungen sind HIER abrufbar.

Kurz zusammengefasst: Das Recht des Kindes auf Bildung muss umgesetzt werden.
D. h. kostenlose und flächendeckende elementare Bildung für jedes Kind und bestens ausgebildete Fachkräfte, die Kinder in ihrer Entwicklung entsprechend begleiten und fördern. Dazu ist es notwendig, die Rahmenbedingungen anzupassen: mit einem Fachkraft-Kind-Schlüssel, der wissenschaftlichen Erkenntnissen entspricht, mehr Zeit für Vorbereitung. Außerdem braucht es Unterstützungspersonal und faire Bezahlung.

Start der Petition: Elementare Bildung ist MEHR wert

Die Petition „Elementare Bildung ist MEHR wert“ kann ab 22. Jänner 2024 online auf kindergartenbraucht.at unterstützt werden. Alle weiteren Möglichkeiten zur Unterstützung und Verbreitung gibt es auf www.kindergartenbraucht.at

Die Dringlichkeit zu handeln ist groß. Denn die Anforderungen an die elementaren Bildungseinrichtungen sind in den letzten Jahren über die Maße gestiegen. Die Herausforderungen haben in vielen Bereichen durch das aktuelle Weltgeschehen zugenommen und sind damit in elementarpädagogischen Einrichtungen präsent.

„Krisen und zunehmende Komplexität der Lebensbedingungen sind zu unserem Alltag geworden. Wie wird es für unsere Kinder und Enkelkinder sein? Für ihre Zukunft werden sie Wissen, Kompetenzen, Selbstvertrauen und Solidarität brauchen. Dazu braucht es Bildung von Anfang an – elementare Bildung“, betont Prof.in Christiane Spiel.

Eine Studie der OECD (2023) beziffert den volkswirtschaftlichen Schaden auf 17 Milliarden Euro, wenn nicht angemessen in die elementare Bildung investiert wird. Dies widerspricht dem Recht des Kindes auf Bildung und zudem bedeutet dies einen erheblichen finanziellen Verlust für Österreich.

Nur durch gezielte Maßnahmen kann sichergestellt werden, dass hochqualifiziertes Personal gewonnen und gehalten wird. Denn der Fachkräftemangel hat gravierende Auswirkungen auf die bestmögliche Entwicklung der Kinder. Trotz eines hohen Interesses an der Ausbildung steigen viele Fachkräfte nach kurzer Zeit aus dem Beruf aus. Diese Diskrepanz zwischen Ausbildungsinteresse und einem Berufsausstieg nach kurzer Zeit erfordert dringende Maßnahmen, um die Attraktivität des Berufsfeldes zu erhöhen und damit eine langfristige Bindung zu gewährleisten.

Denn gut ausgebildete Fachkräfte bilden die Grundlage für eine qualitativ hochwertige frühkindliche Bildung. Es ist daher von höchster Dringlichkeit, unsere 10 Forderungen umzusetzen und die Zukunft der elementaren Bildung in Österreich nachhaltig zu stärken, damit jedes Kind, das eine elementare Bildungseinrichtung in Österreich besucht, optimale Möglichkeiten zur Anregung und Begleitung seiner Entwicklungs- und Bildungsprozesse erhält.

„Gute elementare Bildung als erste außerfamiliäre Bildungseinrichtung ist inklusiv, verbindet Menschen, und hilft nicht zuletzt vor allem Kindern mit ungünstigeren Ausgangsbedingungen, zu den anderen aufzuschließen. Wie das Fundament eines Hauses bildet die elementare Bildung eine ganz besonders wichtige Grundlage auf der alles andere aufbauen kann und soll“, unterstreicht Daniel Landau.

Die Organisationen und Träger:innen elementarer Bildungseinrichtungen sind der Überzeugung, dass die Forderungen maßgeblich zur Steigerung der Qualität in den Bildungseinrichtungen beitragen können. Um diese Bemühungen zu unterstützen, wurde die Petition „Elementare Bildung ist MEHR wert“ ins Leben gerufen. Um Unterschriften und aktive Verbreitung der Petition wird gebeten, um die politischen Entscheidungsträger*innen ins Boot zu holen und die erforderlichen Schritte zur Verbesserung endlich umzusetzen.

Rückfragen & Kontakt:

Verein EduCare
Geschäftsführerin Viktoria Miffek-Pock, MSc
H: 0660/4148905
M: office@plattform-educare.org

NeBÖ
Vorsitzende Natascha J. Taslimi, Bakka.phil.MSC
H: 0690/10648515
M: office@neboe.at
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Foto: Frank Jödicke

„Beweg dich schlau! mit Felix Neureuther“ und die Kindergärten der St. Nikolausstiftung verfolgen ein gemeinsames Ziel: Spielerisch die motorische, kognitive und emotional-soziale Entwicklung der Kinder zu fördern

„Beweg dich schlau!“ heißt es seit rund zwei Jahren in den 86 Kindergärten und Horten der St. Nikolausstiftung in Wien. Das einmalige Bewegungs- und Bildungsprogramm wurde von dem ehemaligen Skistar Felix Neureuther ins Leben gerufen. Das Ziel: Kinder von Anfang an spielerisch für Bewegung zu begeistern und damit ein gesundes Aufwachsen zu ermöglichen. Das Unternehmen ServusTV ist mit seiner Initiative „BEWEG DICH!“ Förderpartner des Kindergarten-Programms in Wien.

Alle Kindergärten und Horte der St. Nikolausstiftung wurden im Zuge der Kooperation mit Servus TV mit „Beweg dich schlau!“-Boxen ausgestattet. Gefüllt sind die Boxen mit wertvollen und anregenden Spielmaterialien sowie Impulskarten für PädagogInnen, damit Kinder zu vielfältigen Bewegungsimpulsen anregt werden. Aus jedem Standort wurden ein bis zwei MitarbeiterInnen in Fortbildungen weitergebildet und fungieren als MultiplikatorInnen für die Teams. Die Ganzheitlichkeit des Programms wird durch die wissenschaftliche Begleitung der Technischen Universität München unterstrichen. Die Auswahl der Materialien und der Impulse ist an altersentsprechende Wahrnehmungs- und Bewegungsimpulse gekoppelt, die die motorische, kognitive und emotional-soziale Entwicklung der Kinder fördern.

„Mein Ziel ist es, Kindern die Freude an der Bewegung zu vermitteln und sie gleichzeitig zu motivieren, mit spielerischen Bewegungsübungen ​Kopf und Körper zu aktiveren. Denn Bewegung ist wichtig für eine gesunde Entwicklung“, unterstreicht Felix Neureuther einmal mehr die gesundheitliche Komponente dieser Bewegungsinitiative. Regelmäßig besucht er selbst Kindergärten, um mit den Kindern gemeinsam die Übungen zu machen. „Kinder wollen sich bewegen und sie sind kreativ. Ich lasse mich auch immer von ihnen inspirieren und freue mich über ihre Bewegungsideen.“

„Beweg dich schlau!“ im Pfarrkindergarten Hütteldorf

Die Freude und Aufregung im Kindergarten Hütteldorf war am 9. Jänner zu spüren, denn Felix Neureuther besuchte die Einrichtung, um mit den Kindern im letzten Kindergartenjahr einige Übungen auszuprobieren. Laufen, springen, werfen, fangen, zählen – alles war dabei. Großer Wert wurde aber auf Koordinationsübungen, Teamfähigkeit, Merkfähigkeit und die Vermittlung der Freude an Bewegung gelegt.

„Das große Interesse und das Engagement der einzelnen Teams zeigen uns, dass uns allen die gesunde Entwicklung der Kinder wichtig ist. Bewegung ist immer ein zentraler Teil des Kindergartenalltags und es freut uns, dass wir durch dieses einzigartige Programm weitere Bewegungsimpulse im Bildungsalltag setzen können“, betont Elmar Walter, Geschäftsführer der St. Nikolausstiftung. Gegen Ende des heurigen Kindergartenjahres haben alle Standorte die Möglichkeit, einen Aktionstag mit einem „Beweg dich schlau!“-Coach im Kindergarten zu machen. Zu diesem werden auch die Eltern eingeladen und gemeinsam mit den Kindern werden spannende und lustige Bewegungsaufgaben durchgeführt. Einem bewegten und gesunden 2024 steht somit nichts im Wege.

Kurzinfo: „Beweg dich schlau!“ im Kindergarten

Das in dieser Form einmalige Aktionsangebot umfasst spielerische Bewegungsübungen, die Kopf und Körper gleichzeitig aktivieren. Das Projekt BDS-Kindergarten richtet sich primär an Kinder in den Altersgruppen von 1 bis 3 Jahren sowie von 4 bis 6 Jahren und enthält für jede Altersgruppe ein speziell zugeschnittenes Angebot. Die Kinder sollen im Programm altersentsprechende Wahrnehmungs- und Bewegungsimpulse bekommen und damit in ihrer motorischen, kognitiven und emotional-sozialen Entwicklung gefördert werden. Zusätzlich werden die Kinder über gesundheitsfördernde Strukturen in den Kindergärten in ihrem gesundheitsfördernden Verhalten unterstützt. Das Angebot soll in das Konzept der Einrichtung eingebaut werden ‒ wann und in welchem Umfang liegt im Ermessen des Kindergartens. Hierzu werden die teilnehmenden Standorte über zwei Jahre mit Workshops und unterstützenden Unterlagen begleitet, um dann die weitere Umsetzung im Kindergarten selbstständig und nachhaltig zu realisieren.

Weitere Infos: www.bewegdichschlau.de oder www.felix-neureuther-stiftung.de

Fotos: Michaela Pranter/Vienna Shots

Die St. Nikolausstiftung wünscht ein frohes, friedliches und gesegnetes Weihnachtsfest & alles Gute für das neue Jahr 2024!

Öffnungszeiten der Geschäftsstelle:
Die Geschäftsstelle ist von 27.-29. Dezember 2023 geschlossen.
Ab 02. Jänner 2024 sind wir zu den gewohnten Öffnungszeiten wieder für Sie da!

Am 04. Dezember 2023 fand der LeiterInnenempfang der St. Nikolausstiftung statt. Es war ein feierlicher, besinnlicher und fröhlicher vornikoläusiger Empfang im Erzbischöflichen Palais.

Gemeinsam zu feiern, sich auszutauschen, füreinander da und dankbar zu sein – gerade in einer unruhigen und herausfordernden Zeit geben Rituale und gemeinsame Feiern Kraft für den Alltag.
Auch Kardinal Christoph Schönborn, Protektor der St. Nikolausstiftung, Bischofsvikar Dariusz Schutzki und einige Aufsichtsratsmitglieder haben unseren traditionellen Adventempfang zu etwas Besonderem gemacht.
Passend zum 4. Dezember gab es auch Barbarazweige, die allen im nächsten Jahr hoffentlich viel Glück und Zuversicht bringen. Ein großer Wunsch verbindet uns alle: Dass es endlich #Frieden gibt.
Kinderschutzkonzept - Der Baum

Als verantwortungsvolle Trägerorganisation ist die Auseinandersetzung mit dem Thema Kinderschutz eine grundlegende und dauerhafte Aufgabe. Das Wohlergehen der Kinder muss Grundlage unseres Handelns sein und die Rechte von Kindern müssen geachtet werden. Seit Dezember 2022 ist die Orientierung der pädagogischen Arbeit an den UN-Kinderrechten als gesetzliche Vorgabe im Wiener Kindergartengesetz verankert. Vorgeschrieben wird darin eine Risikoanalyse, die Verschriftlichung eines Kinderschutzkonzepts inklusive eines Verhaltenskodex sowie Leitlinien für alle MitarbeiterInnen. Auch die Ernennung einer/s Kinderschutzbeauftragten, welche/r unter anderem die Implementierung des Schutzkonzepts in der Einrichtung umsetzt und in der Folge als Ansprechperson fungiert.

Durch die jahrelange professionelle Auseinandersetzung mit den Herausforderungen des pädagogischen Alltags und den individuellen Bedürfnissen jedes einzelnen Kindes, durch die stetige Weiterentwicklung des pädagogischen Konzepts und der fachlichen Qualität, gab es stiftungsintern bereits eine hohe Sensibilisierung für das Thema Kinderschutz.

Für uns als Trägerorganisation von rund 90 Kindergärten und Horten geht es ganz allgemein um die Vermeidung von Entwicklungsbeeinträchtigungen von Kindern und bestmögliche Unterstützung ihrer Entwicklung und damit ein sehr vielschichtiges Aufgabenfeld. Um die mannigfaltigen Facetten der Kinderschutzarbeit einer dem Kindeswohl verpflichteten Einrichtung darzustellen, ist für uns ein Baum das passende Symbol.

Der “Kinderschutzbaum”

Die Wurzeln dieses Baums können im Allgemeinen als unsere Haltung bezeichnet werden. Kernstück unseres täglichen Tuns ist unser Bild vom Kind, als einmalig, wertvoll, begabt, beziehungsfähig und aktiver kompetenter Mitgestalter seiner Persönlichkeit sowie seiner Umwelt – im Leitbild der St. Nikolausstiftung als pädagogische Haltung festgeschrieben. Als katholische Trägerorganisation zählt die religiöse Werthaltung zur Grundlage unseres Handelns, sie ist geprägt von Achtsamkeit, Respekt und Offenheit unseren Mitmenschen gegenüber.

Der Stamm unseres „Kinderschutzbaumes“ stellt die Verbindung zwischen unserer Grundeinstellung und unseren Handlungen dar und symbolisiert die reflexive Haltung unseres täglichen Tuns.

Zu guter Letzt stellt die Krone des Baumes unsere tatsächliche unmittelbare und mittelbare Arbeit am Kind dar. Zum Beispiel repräsentiert ein Ast die Darstellung unseres Wirkens nach außen. Diverse Folder, unsere Medienarbeit oder das Leitbild machen unsere Haltung in Bezug auf den Schutz von Kindern in unserer Einrichtung sichtbar. Andere Äste bilden die Qualitätsmerkmale unserer pädagogischen Arbeit ab, begonnen bei der Auswahl und Einschulung neuer MitarbeiterInnen über die stetige konzeptionelle Weiterentwicklung, das umfangreiche Fortbildungsprogramm bis hin zu niederschwelligen Unterstützungsangeboten, wie die interdisziplinären Fachkräfte der Mobilen Dienste sowie die pädagogische Fachberatung.

Nicht zuletzt bilden strukturelle Vorgaben und Leitlinien einen wichtigen Teil der Baumkrone, denn nur, wenn allen Mitarbeitenden der Stiftung klar ist, was von ihnen erwartet wird, an wen sie sich wenden können, wenn sie unpassendes Verhalten oder Gewalt beobachten und welche Schritte danach zu setzen sind, ist der Schutz der Kinder bestmöglich gegeben.

Kontakt Kinderschutzbeauftragte:
0676 30 66 187
kinderschutz@nikolausstiftung.at