Julia Hirt war früher im Nachhaltigkeitsbereich tätig. Mittlerweile ist sie im Rahmen des Programms “Teach for Austria” als Quereinsteigerin im Kindergarten Auferstehung Christ 5 tätig und unterstützt die Pädagogin und Assistentin im Alltag. Mehr dazu wie es ist, Pädagogin auf Zeit zu sein, lesen Sie im Artikel von der Kronenzeitung.

Mit Unterstützung durch ein:e führende:n Elementarpädagog:in und eine:n Assistent:in verbringen TFA Fellows 32 oder 38 Wochenstunden im Kindergarten und sind dabei für 25 Kinder mitzuständig. Auch mit Kindern aus anderen Gruppen im Haus arbeiten sie im Zuge von gruppenübergreifenden Schwerpunkten und Projekten. Sie fördern die Potenziale und Kompetenzen der Kinder und legen den Grundstein für den weiteren Bildungsweg.

Weitere Informationen zu “Teach for Austria”.

Reformprozess für Wiener Kindergärten angekündigt – ein wichtiges Signal für die Elementarbildung
Die Wiener Vizebürgermeisterin und Bildungsstadträtin Bettina Emmerling hat einen umfassenden Reformprozess für die Kindergärten vorgestellt – mit klaren Schwerpunkten auf Pädagogik, Förderwesen und Verwaltung. Zu den geplanten Maßnahmen zählen u. a. die Öffnung für weitere Berufsgruppen, Anpassungen im Förderwesen sowie eine Modernisierung und Entlastung des Systems Kindergarten.
Diese Schritte sind dringend notwendig, um die Qualität der frühen Bildung nachhaltig zu stärken und die Rahmenbedingungen für pädagogische Fach- und Assistenzkräfte zu verbessern.
Das Mobile Team der St. Nikolausstiftung mit den Fachbereichen Psychologie, Inklusive Elementarpädagogik und Ergotherapie stellt seit 2010 ein Alleinstellungsmerkmal in der Wiener Elementarpädagogik dar. Gerne bringt die St. Nikolausstiftung ihre Expertise in diesen Reformprozess ein. Nur gemeinsam kann die Elementarbildung weiterentwickelt werden – für gute Kindergärten, die Teilhabe aller Kinder und die besten Bildungschancen für jedes Kind.
HIER finden Sie den Wien heute-Beitrag mit einer Stellungsnahme von Elmar Walter, Geschäftsführer, zu den Ankündigungen.

Emotionsregulation im Kindergarten – Strategien für den pädagogischen Alltag
Fachbuch mit praxiserprobten Lösungsansätzen, konkreten Impulsen und Handlungsstrategien für pädagogische Fachkräfte im Kindergartenalltag  

Gefühle wahrnehmen, verstehen und regulieren

Wer kennt sie nicht, die großen und kleinen Emotionen, die den (Kindergarten-)Alltag prägen? Die kindliche Frustration, wenn ein junges Kind den Reißverschluss der Jacke einfach nicht schließen kann, die Enttäuschung, wenn beim Kreativsein nicht mehr genug Glitzer in grüner Farbe übrig ist oder die Traurigkeit, weil ein Kind sein wichtigstes Kuscheltier zu Hause vergessen hat? Diese Beispiele stehen stellvertretend für die mannigfaltigen emotionalen Erfahrungen, die Kinder im täglichen Miteinander des Kindergartens machen.

Manche dieser Gefühle sind intensiv und herausfordernd, andere flüchtig. Einige können Kinder bereits eigenständig bewältigen, bei anderen brauchen sie noch die Begleitung eines Erwachsenen in Form der Co-Regulation. Gerade der Kindergarten bietet durch den permanenten Austausch mit Peers ein besonderes Lern- und Erfahrungsumfeld, in welchem Kinder schrittweise Kompetenzen zur eigenständigen Emotionsregulation entwickeln können.

Die Fähigkeit, eigene Gefühle wahrzunehmen, zu verstehen und angemessen zu regulieren bildet eine wesentliche Grundlage für soziale Beziehungen, Bildungsprozesse und psychisches Wohlbefinden. Die pädagogischen Fachkräfte in den Kindergärten übernehmen dabei eine bedeutende Rolle, indem sie Kinder gezielt und kontinuierlich in ihrer emotionalen Entwicklung begleiten. Sie unterstützen Kinder durch feinfühliges Wahrnehmen emotionaler Signale, sprachliche Begleitung von Gefühlen und dem Vorleben angemessener Regulationsstrategien dabei mit intensiven Emotionen konstruktiv umzugehen. Ihr professionelles Handeln entscheidet maßgeblich darüber, ob herausfordernde Situationen zu belastenden oder stärkenden Erfahrungen werden.

Kinder kompetent begleiten: Handbuch für pädagogische Fachkräfte

Das neu erschienene Fachbuch „Emotionsregulation im Kindergarten – Strategien für den pädagogischen Alltag“ greift diese Entwicklungsprozesse zur Emotionsregulation auf und verbindet aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse mit praxisnahen Einblicken aus der täglichen Arbeit der Buchautorinnen in den Kindergärten der St. Nikolausstiftung mit rund 90 Standorten in Wien.

Ziel des Buches ist, pädagogischen Fachkräften und allen, die in der Elementarpädagogik tätig sind, alltagsnahe Fallbeispiele, praxiserprobte Lösungsansätze sowie konkrete Impulse und Handlungsstrategien an die Hand zu geben. Diese sollen dabei helfen, emotionale Prozesse im Alltag besser zu verstehen, zu reflektieren sowie Kinder in emotional herausfordernden Momenten kompetent zu begleiten und gezielt zu fördern.

“Wir sind stolz, viele engagierte und professionelle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu haben. Alle kennen die Herausforderungen, umso wichtiger ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse mit dem Bildungsalltag im Kindergarten zu verknüpfen und dies kompakt und übersichtlich in einem praxisnahen Ratgeber für Pädagoginnen und Pädagogen bereitzustellen. Die tägliche Expertise und Unterstützung unseres Mobilen Teams –unserer Psychologinnen, Inklusiven Elementarpädagoginnen und Ergotherapeutinnen – im Kindergartenalltag stellen seit der Gründung der St. Nikolausstiftung ein Alleinstellungsmerkmal im Bereich der elementaren Bildung dar“, unterstreicht Elmar Walter, Geschäftsführer der St. Nikolausstiftung, anlässlich der Veröffentlichung des Handbuchs den zentralen Aspekt der interdisziplinären Unterstützung in der elementaren Bildung.

In dieser besonderen Zeit des Jahres möchten wir innehalten und das teilen, was uns am meisten am Herzen liegt: Frieden.

Frieden schenken, Frieden teilen, Friede sein – eine wichtige und zugleich herausfordernde Botschaft. Wir möchten Sie einladen innezuhalten und nachzudenken: Wann und wo kann ich selbst Friede sein?

Die St. Nikolausstiftung wünscht ein frohes, gesegnetes und friedliches Weihnachtsfest & alles Gute für das neue Jahr 2026!

Öffnungszeiten der Geschäftsstelle:
Die Geschäftsstelle ist von 29.-31. Dezember 2025 geschlossen.
Ab 02. Jänner 2026 sind wir zu den gewohnten Öffnungszeiten wieder für Sie da!

 

 

 

Mit großer Betroffenheit müssen wir mitteilen, dass unsere Kollegin Birgit Hafner am 11. November nach einer schweren Erkrankung gestorben ist.

Birgit war seit 2017 bei uns in der St. Nikolausstiftung tätig. Zunächst begann sie als Leiterin in unserem Nikolauskindergarten im 3. Bezirk, bevor sie 2021 in der Geschäftsstelle den Bereich der Fort- und Weiterbildung übernahm.

Neugierig, strukturiert und mit einem klaren und pragmatischen Blick auf das Wesentliche – so haben wir Birgit erlebt. Sie war Lehrende und Lernende zugleich: Sie gestaltete das Fort- und Weiterbildungsprogramm, verantwortete den Managementlehrgang und pflegte zahlreiche Kooperationen mit viel Umsicht und Fachkenntnis. Gleichzeitig bildete sie sich selbst laufend weiter – zuletzt mit dem „Bachelorstudium Elementarbildung: Inklusion und Leadership“.

Was sie besonders auszeichnete, war ihr Verlangen, neue pädagogische Entwicklungen nicht nur zu kennen, sondern sie aktiv mitzugestalten. Birgit hat mit ihrer Kompetenz, ihrer Fachlichkeit und ihrem großen Einsatz viele Menschen im Bereich der elementaren Bildung begleitet: Kinder, Kolleginnen und Kollegen sowie pädagogische Fachkräfte, die sie auf ihrem Weg unterstützt und inspiriert hat.

Wir haben sie als verlässliche, loyale und humorvolle Kollegin geschätzt. Mit ihrer positiven Art, ihrem großen Arbeitseinsatz und ihrer ansteckenden Fröhlichkeit hat sie unseren Arbeitsalltag bereichert.

Birgit hat immer mit Freude von ihren Kindern und ihrer großen Familie gesprochen. Unsere Gedanken und unser tiefes Mitgefühl sind bei ihren drei Kindern, ihren Eltern sowie allen Freundinnen und Freunden.

Du fehlst uns, liebe Birgit! Dein Lachen, deine Stärke und deinen Einsatz für andere werden wir immer in Erinnerung behalten.

Deine Nikoläusinnen und Nikoläuse

„AUFTRAG.BILDUNG. Trägerinitiative Kinderbetreuung“ fordert dringend Ausbau inklusiver Elementarpädagogik in Österreich

Am 26. Oktober 2008 wurde die UN-Behindertenrechtskonvention unterzeichnet. Österreich verpflichtete sich damit, die Rechte von Menschen mit Behinderungen zu gewährleisten, darunter auch das Recht auf Bildung im Sinne eines inklusiven Bildungssystems.

Zum 17. Jahrestag weist die bundesweite Initiative „AUFTRAG. BILDUNG. Trägerinitiative Kinderbetreuung“ – bestehend aus Kinderfreunden, Caritas, Bundesverband Österreichischer Elternverwalteter Kindergruppen, Diakonie, Hilfswerk und St. Nikolausstiftung – darauf hin, dass Österreich dieser Verpflichtung im Bereich der Elementarpädagogik bis heute nicht ausreichend nachkommt. Die Initiative fordert daher dringende Maßnahmen für mehr Inklusion und Teilhabe von Kindern mit Behinderungen.

„Inklusion und Teilhabe sind Grundwerte unserer Gesellschaft. Jedes Kind hat das Recht, von Anfang an gefördert zu werden. Bildung darf kein Privileg sein – sie ist ein Recht für alle“, so die Initiative.

Inklusive Bildung bleibt vernachlässigt – Kinder und Eltern bleiben auf der Strecke

Allein in Wien warten derzeit 1.500 Kinder mit Behinderungen auf einen geeigneten Kindergartenplatz. Häufig werden Kinder mit erhöhtem Förderbedarf vom verpflichtenden Kindergartenjahr ausgeschlossen, weil es an Kapazitäten fehlt. Den Trägerorganisationen wird der Ausbau entsprechender Plätze erschwert, da zu wenig Ressourcen bereitgestellt werden. Für die Kinder bedeutet dies, dass sie wesentlicher Entwicklungsmöglichkeiten und Bildungschancen beraubt werden und an gesellschaftlicher Teilhabe gehindert sind. Gleichzeitig geraten Eltern – oft alleinerziehende Mütter – durch die eingeschränkte Möglichkeit zur Erwerbstätigkeit in ökonomische Notlagen.

„Wir können nicht auf der einen Seite den Fachkräftemangel beklagen und gleichzeitig den Kindern mit Behinderungen von Anfang an Chancen auf Bildung, Teilhabe und Selbstbestimmung verwehren – und dazu ihre Eltern vom Arbeitsmarkt fernhalten. Das geht sich nicht aus“, betont die Trägerinitiative.

Trägerinitiative fordert einheitliche Standards, mehr Ressourcen und transparente Daten für inklusive Bildung

Die Initiative fordert daher bundesweite Mindestqualitätsstandards – ausreichend ausgebildetes Personal, entsprechende Gruppengrößen und Fördermöglichkeiten – die sicherstellen, dass jedes Kind vom Staat durch Bildungs- und Förderangebote die gleichen Chancen für einen erfolgreichen Start in sein (Arbeits-)Leben erhält. Voraussetzung dafür ist aber, dass alle Kinder im Kindergarten auch einen Platz erhalten. Dafür sind ein klares Commitment seitens der Regierung sowie die Bereitstellung der notwendigen finanziellen Ressourcen durch Bund, Länder und Gemeinden erforderlich. Zudem regt die Initiative die Erhebung von Daten an, denn nur durch mehr Evidenz kann das Ausbildungssystem zielgerichtet gesteuert und bei Fehlentwicklungen wirksam verbessert werden.

„Es braucht ein klares Bekenntnis aller Ebenen zu mehr Evidenz in der Steuerung und zu einer nachhaltigen Finanzierung. Nur so kann das Recht auf Bildung für alle Kinder in Österreich Realität werden”, so die Initiative weiter.

Info zur „AUFTRAG.BILDUNG. Trägerinitiative Kinderbetreuung“

Die Trägerorganisationen – Kinderfreunde, Caritas, Bundesverband Österreichischer Elternverwalteter Kindergruppen, Diakonie, Hilfswerk und St. Nikolausstiftung – verfügen über jahrelange Erfahrung und Expertise aus der Praxis. Sie wissen, wo die Hürden liegen und wie inklusive Bildung umgesetzt werden kann. Die Trägerinitiative stellt ihr Know-how und ihren Erfahrungsschatz aus der Praxis gerne zur Verfügung, insbesondere wenn es um die Entwicklung konkreter Umsetzungsschritte geht – etwa in Form einer bundesweiten Inklusionsstrategie im Rahmen der nächsten 15a-Vereinbarung Elementarpädagogik.

Nur wenn Inklusion von Anfang an mitgedacht wird, kann Österreich den Auftrag der UN-Konvention erfüllen. Entscheidend ist, Kinder und Eltern mitzunehmen, sie bestmöglich zu begleiten und Rahmenbedingungen zu schaffen, die echte Teilhabe und Chancengerechtigkeit ermöglichen. “Inklusion gelingt nur gemeinsam – durch politische Verantwortung, pädagogisches Engagement und die Bereitschaft, jedes Kind mitzudenken”, so die Träger-Organisationen unisono: “Inklusion gelingt nur gemeinsam – durch politische Verantwortung, pädagogisches Engagement und die Bereitschaft, jedes Kind mitzudenken”.

Rückfragen & Kontakt

Diakonie Österreich
Lukas Plank
Telefon: 0664 88 13 13 48
E-Mail: presse@diakonie.at

Ein neues Kapitel für die Erzdiözese Wien: Josef Grünwidl ist neuer Erzbischof

Wir freuen uns sehr über die Ernennung vom bisherigen apostolischen Administrator Josef Grünwidl zum neuen Erzbischof von Wien. Mit dieser verantwortungsvollen Aufgabe übernimmt er eine zentrale Rolle in der katholischen Kirche Österreichs und tritt in die Fußstapfen von Kardinal Christoph Schönborn, der über viele Jahre hinweg prägend gewirkt hat.

Die St. Nikolausstiftung, als Teil der Erzdiözese Wien, blickt gespannt auf die kommenden Entwicklungen und Schwerpunktsetzungen. In unseren 87 Pfarrkindergärten und Horten in Wien engagieren sich rund 1250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tagtäglich für die Bildung und Begleitung von Kindern und Familien. Die Themen der Elementarpädagogik und die Anliegen der Kinder sind von großer gesellschaftlicher Bedeutung und verdienen auch weiterhin eine starke Unterstützung – auch von Seiten der Kirche.

Josef Grünwidl bringt umfassende pastorale und organisatorische Erfahrung in sein neues Amt als Erzbischof von Wien mit. Nach seiner Priesterweihe im Jahr 1988 war er nach seinen Jahren als Kaplan in den 1990er-Jahren als Sekretär von Kardinal Christoph Schönborn tätig und übernahm anschließend seelsorgliche Verantwortung als Pfarrer in mehreren Gemeinden. Von 2016 bis 2023 wirkte er als Dechant in Perchtoldsdorf und war zuletzt als Bischofsvikar für das Vikariat Süd der Erzdiözese Wien tätig. Er wird als leidenschaftlicher Seelsorger erlebt – eine Qualität, die auch für die Beziehungs- und Bildungsarbeit der St. Nikolausstiftung von großer Bedeutung ist.

Für seine neue Aufgabe wünschen wir ihm Ausdauer, Offenheit im Dialog, Freude an Begegnungen und ein gutes Gespür für die Herausforderungen unserer Zeit. Die St. Nikolausstiftung freut sich auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit und darauf, gemeinsam mit ihm auch Impulse für die elementare Bildungslandschaft zu setzen.

Unsere Geschäftsführung war heute bei einem intensiven und konstruktiven Austausch mit Vizebürgermeisterin und Bildungsstadträtin Bettina Emmerling. Im Zentrum standen die Themen Förderwesen, Inklusion, Ausbildungsoffensive sowie Sprachförderung.
Der direkte Austausch mit Entscheidungsträger:innen aus der Politik ist uns wichtig, um die Bedürfnisse von Kindern – mit und ohne Behinderung – zu vertreten und gemeinsam tragfähige Lösungen zu erarbeiten.
Danke für das offene Gespräch und wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit für die Kinder unserer Stadt.