Ein besonderer Abend im Wiener Prater

Jedes Jahr verabschiedet die St. Nikolausstiftung ihre Pensionist:innen in die wohlverdiente Pension.
Heuer luden der Betriebsrat und die Geschäftsführung in den Wiener Prater.
Angefangen mit einer spannenden Führung durch den Prater mit historischen Hintergründen über versteckte Kunstwerke bis zu einer Runde mit der Zwergerlbahn zum Abschluss. Den Abend ließen anschließend alle gemeinsam beim Essen im Restaurant “Zum Englischen Reiter” ausklingen.
Bei der feierlichen Verabschiedung wurde auf viele Jahre Engagement, Herz und Professionalität zurückgeblickt. Der Betriebsrat und die Geschäftsführung bedanken sich herzlich für den unermüdlichen Einsatz für die Kinder, Familien und Kolleg:innen und wünschen alles Gute für den neuen Lebensabschnitt.

Musikalischer Besuch im Kindergarten St. Johann Evangelist
Das Tonkünstler-Orchester Niederösterreich begeistert die Kindergartenkinder – jedes Kind erhält ein eigenes Wimmelbuch

Die Kinder des Kindergartens St. Johann Evangelist in Favoriten erlebten heute einen außergewöhnlichen Vormittag: Drei Musiker:innen des Tonkünstler-Orchesters brachten ihre Instrumente direkt in die Gruppenräume und öffneten den Kindern spielerisch die Tür zur Welt der klassischen Musik. Mit kurzen Musikstücken, Klangexperimenten und vielen Mitmachmomenten gelang es ihnen, die Neugier und Begeisterung der Kinder zu wecken.

Als besonderes Highlight erhielt jedes Kind ein Exemplar des Tonkünstler-Wimmelbuchs. Dieses zeigt auf humorvolle und detailreiche Weise, wie vielseitig das Tonkünstler-Orchester ist und wie eng es mit seinem Publikum verbunden bleibt – vom Büroalltag über Probenräume und Konzertsälen an den Tonkünstler-Residenzen im Musikverein Wien, im Festspielhaus St. Pölten und Grafenegg bis hin zur Japan-Tournee. Auch die Ausbildung junger Musiker:innen und das Probespiel für begehrte Orchesterstellen finden darin ihren Platz.

„Für die Kinder ist es etwas ganz Besonderes, die Musiker und Musikerinnen live zu erleben. Musik erreicht Kinder auf eine Weise, wie es kaum etwas anderes kann. Sie hören nicht nur zu, sie fühlen die Klänge, können sich dazu bewegen, stellen Fragen und entdecken ihre eigene Kreativität. Solche Begegnungen stärken ihr Selbstvertrauen, fördern Sprache, Rhythmusgefühl und soziale Kompetenz und schenken den Kindern inspirierende und unvergessliche Momente. Dass jedes Kind auch noch ein eigenes Wimmelbuch mit nach Hause nehmen darf, verlängert dieses Erlebnis und lädt dazu ein, Musik gemeinsam mit der Familie weiter zu entdecken“, ist die Leiterin Astrid Jelencsits anlässlich des Besuchs der Orchestermitglieder begeistert.

Die Idee zum Wimmelbuch stammt von Sebastian Kolarz-Löschberger, Solohornist bei den Tonkünstlern. Er erklärt: „Nachdem ich mit meiner Tochter Rosalie unzählige Wimmelbücher angeschaut hatte, dachte ich: So ein Buch passt auch wunderbar zum Tonkünstler-Orchester. Und es stimmt, noch immer entdecke ich neue Details und staune, wie realistisch, kindgerecht und zugleich universal unser Orchesteralltag dargestellt ist.“

Das 16-seitige Wimmelbuch „Das Tonkünstler-Orchester wimmelt entstand in Zusammenarbeit der Abteilung für Musikvermittlung des Tonkünstler-Orchesters, den Tonspielen, mit Sebastian Kolarz-Löschberger sowie der Illustratorin Daniela Grabner im Sutton Verlag und ist in den Tonkünstler-Kartenbüros, im Webshop auf tonkuenstler.at sowie im Buchhandel erhältlich.

Die Pädagogische Leiterin der St. Nikolausstiftung, Susanna Haas, im Interview – zu Gast beim Podcast “Milchbar” von Bernhard Gaul und Johanna Hager.

“Niemand sagt mehr Kindergartentante” – ein Gespräch über Bauklötze als Handys, warum ein zweites Kindergartenjahr wichtig ist, warum Demokratiebildung schon im Kindergarten beginnt und warum es bei einem Sprachbad nicht vorrangig um Deutsch als Muttersprache geht.

Zum Kurier-Artikel

Das ausführliche Interview im Podcast können Sie auf kurier.at, Spotify, youtube und überall, wo es Podcasts gibt, anhören bzw. ansehen.

Die St. Nikolausstiftung veranstaltet jährlich einen Leiter:innenklausurtag im Kardinal König Haus. In diesem Jahr stand der Klausurtag ganz im Zeichen von Leadership und Flourishing. Mit Agnes Schwarzenberger Berthold, KPH Wien/Niederösterreich und Aufsichtsrätin der St. Nikolausstiftung, als Referentin tauchten die Teilnehmenden in zentrale Aspekte modernen Führens ein, die die inhaltlichen Schwerpunkte bildeten:
  • positives Führen als Haltung,
  • entwicklungsorientierte Kommunikation und
  • das Modell PERMA Lead
In verschiedenen Austauschrunden wurde deutlich, wie sehr Kleinigkeiten – wie “das gute Gesicht”, “die offene Tür”, “positive Kommunikation”, 5-Prozent-Regel etc. – den Führungsalltag bereichern können. Die Mischung aus Input, Reflexion und kollegialem Austausch machte den jährlichen Klausurtag besonders wertvoll.
Mit großer Betroffenheit geben wir bekannt, dass Sonja Zima, unsere langjährige Leiterin des Kindergartens Am Tabor verstorben ist.
Sonja Zima war beriets seit einiger Zeit im Krankenstand, ihre Rückkehr vor ihrem Pensionsantritt war schon in Aussicht – doch leider blieb ihr dieser Weg verwehrt.
Mit ihr verliert die St. Nikolausstiftung eine verlässliche und loyale Mitarbeiterin.
Unsere Gedanken und unser tiefes Mitgefühl sind in dieser schweren Zeit bei ihrer Familie, ihren Angehörigen und Freund:innen.
Wir werden ihre positive Art und ihre Verlässlichkeit sehr vermissen.
Du wirst uns sehr fehlen, liebe Sonja!

Die aktuellen Zahlen der Stadt Wien zur Finanzierung von Kindergartenplätzen bestätigen, was private Träger*innen seit Jahren aufzeigen: ein strukturelles Ungleichgewicht zulasten der privaten Träger*innen. Laut den veröffentlichten Daten kostet ein Platz in einem städtischen Kindergarten durchschnittlich 13.767 Euro pro Jahr, während private Träger*innen lediglich durchschnittlich 9.088 Euro pro Kind erhalten. Die als Begründung genannten knapp 1.500 Inklusionsplätze fallen bei über 30.000 von der Stadt Wien betreuten Kindern rechnerisch kaum ins Gewicht, sodass sich eine nicht zu rechtfertigende finanzielle Differenz ergibt. Bis 2020 war es privaten Träger*innen überhaupt nicht möglich, sogenannte „Integrationsgruppen“ zu führen. Ab 2020 wurden vereinzelt Integrationsgruppen seitens der Behörde genehmigt.

Erst seit dem Kindergartenjahr 2024/25 können in den Regelgruppen der privaten Träger*innen Kinder mit erhöhtem Betreuungsbedarf offiziell aufgenommen werden. Um den erhöhten Bildungs- und Betreuungsbedarf abgegolten zu bekommen, braucht es eine ICD-Diagnose und es muss für jedes Kind ein Teilhabeplan erstellt und eingereicht werden. Die Begleitung der Kinder erfolgt bis zur Vorlage einer Diagnose auf Kosten der Träger*innen und erschwert sowohl die Finanz- als auch die Personalplanung.

Für Kinder in Wien (KIWI), die Diakonie Bildung, die Kinderfreunde Wien sowie die St. Nikolausstiftung ist klar: Diese Differenz ist politisch nicht länger vertretbar: „Wir leisten tagtäglich dieselbe pädagogische Arbeit mit deutlich weniger Mitteln – und halten dennoch höchste Qualität und Einsatz aufrecht. Dieses System ist weder fair noch nachhaltig.“

Der Bericht des Stadtrechnungshofs stellt klar, dass die Kostenrechnung der städtischen Kindergärten in den Jahren 2021, 2022 und 2024 unvollständig ist. Außerdem macht er deutlich, dass nicht alle Ausgaben der Stadt Wien in dieser Rechnung berücksichtigt wurden. Die vollständigen Kosten sind somit noch höher. „Es sind Steuergelder, die hier eingesetzt werden. Diese müssen gleich und gerecht verteilt werden. Die Stadt kann sich nicht selbst höhere Mittel zuschreiben, während private Träger*innen strukturell benachteiligt werden“, so die Geschäftsführungen der privaten Träger*innen.

Sie kritisieren außerdem die ungleichen Rahmenbedingungen für Beschäftigte: Während in städtischen Einrichtungen das stadteigene Gehaltsschema gilt, werden Mitarbeiter*innen bei den meisten privaten Träger*innen nach dem Mindestlohntarif für private Bildungseinrichtungen bezahlt – gleicher Lohn für gleiche Arbeit kann mit den aktuellen Fördergeldern aber nicht realisiert werden. Somit ist diese Ungleichbehandlung weder gegenüber den Beschäftigten noch gegenüber den Kindern gerecht.

Die Organisationen fordern daher mit Nachdruck:

  • ein rasches, transparentes und faires neues Fördersystem,
  • gleiche Rahmenbedingungen für alle Träger*innen,
  • kleinere Gruppen und einen besseren Personalschlüssel,
  • sowie eine gleiche und faire Bezahlung aller Mitarbeiter*innen.

Darüber hinaus sprechen sich die Träger*innen klar für einen sofortigen und ernsthaften Dialog mit der Stadt Wien aus. „Wir wollen Lösungen – aber dafür braucht es endlich Gespräche auf Augenhöhe und den politischen Willen zur Veränderung.“

Besonders alarmierend ist die Situation der Horte: Diese dürfen nicht weiter zu reinen Betreuungseinrichtungen degradiert oder schleichend zurückgedrängt werden. Horte sind ein unverzichtbarer Teil der Bildungslandschaft und müssen abgesichert werden. Die Träger*innen fordern daher, dass auch Hortangebote, ebenso wie die Gratis-Ganztagsschule, für Eltern kostenfrei zugänglich sind.

Abschließend halten die Träger*innen fest:
„Jedes Kind in Wien muss der Stadt gleich viel wert sein. Ein Zwei-Klassen-System in der elementaren Bildung darf es nicht länger geben.“

Die Initiative, bestehend aus Diakonie Bildung, Kinderfreunde Wien, Kinder in Wien (KIWI) und St. Nikolausstiftung, hat sich 2020 unter dem Namen „Träger*inneninitiative Elementare Bildung Wien“ zusammengeschlossen, um Anliegen und Positionen im Bereich der Elementarpädagogik und institutionellen außerschulischen Nachmittagsbetreuung gemeinsam zu vertreten. Gemeinsam betreuen diese Organisationen rund 28.000 Kinder und decken damit rund 30 Prozent des elementaren Bildungs- und Betreuungsbedarfs in den Wiener Kindergärten und Horten ab. Hohe Qualitätsleistungen und fachliche Standards zeichnen die Trägerorganisationen aus. Zudem arbeiten die Organisationen der Träger*inneninitiative gemeinnützig, nicht gewinnorientiert und werden jährlich von externen Wirtschaftsprüfer*innen kontrolliert. Bei Rückfragen stehen Ihnen unsere Mediensprecherinnen gerne zur Verfügung:

Diakonie Bildung:
Julia Hager, T: 0664 88 98 49 71
julia.hager@diakonie.at, bildung.diakonie.at

Kinderfreunde Wien:
Julia Lenhard, T: 01 401 25 – 200 64
julia.lenhard@wien.kinderfreunde.at, www.wien.kinderfreunde.at

Kinder in Wien (KIWI):
Susanne Borth, T: 015267007
s.borth@kinderinwien.at, www.kinderinwien.at

St. Nikolausstiftung
Gabriele Zwick, T: 01 51552-3836
g.zwick@nikolausstiftung.at, www.nikolausstiftung.at

Die Träger:inneninitiative Elementare Bildung Wien begrüßt die im Gemeinderat beschlossene Erhöhung der Inklusionsförderung für Kindergärten. Gleichzeitig muss jedoch festgehalten werden, dass die strukturellen Probleme des aktuellen Fördersystems weiterhin ungelöst bleiben und bislang jährlich gewährte Sonderförderungen für das Jahr 2026 entfallen. Wer Inklusion ernst meint, muss sie strukturell für alle Kinder absichern. Daher ist es notwendig, so rasch wie möglich die Reform des Fördersystems voranzutreiben und zu einem Abschluss zu bringen.

Wichtiger Schritt – strukturelles Problem bleibt bestehen
Die Erhöhung der Inklusionsförderung wird als notwendiger Schritt und wichtiges Signal gewertet. Sie würde dazu beitragen, mehr Kindern mit einem erhöhten Betreuungsbedarf einen Kindergartenplatz zu ermöglichen. Wir begrüßen die zusätzlichen Mittel, die trotz der angespannten Budgetlage bereitgestellt wurden. Gleichzeitig betonen wir die dringende Notwendigkeit, die strukturellen Defizite im bestehenden Fördersystem zu beheben.
Die derzeitige Förderstruktur ist nicht mehr zeitgemäß und führt weiterhin zu Unsicherheiten für Trägerorganisationen. Sie erschwert die Personalbindung und gefährdet eine nachhaltige Qualitätsentwicklung. Als langjährige Partner:innen der Stadt Wien tragen die die Diakonie Bildung, Kinderfreunde Wien, Kinder in Wien und St. Nikolausstiftung  mit ihren hohen Qualitätsstandards täglich Verantwortung für qualitativ hochwertige inklusive Bildungsarbeit – ohne entsprechende Grundförderung ist diese jedoch nicht dauerhaft tragbar.

Reform dringend notwendig
Vor diesem Hintergrund fordert die Träger:inneninitiative Elementare Bildung Wien eine grundlegende Reform des Fördersystems statt punktueller Nachbesserungen. Trägerorganisationen müssen rasch und verbindlich in die Entwicklung eines neuen Fördersystems eingebunden werden. Eine strukturelle Absicherung und echte Mitgestaltung sind notwendig, damit qualitätsvolle und inklusive Bildungsarbeit langfristig möglich ist. Die Träger:inneninitiative ist überzeugt, dass dies zu einer Sicherung der Qualität in den Bildungseinrichtungen beiträgt.

Die Initiative, bestehend aus Diakonie Bildung, Kinderfreunde Wien, Kinder in Wien (KIWI) und St. Nikolausstiftung hat sich 2020 unter dem Namen „Träger:inneninitiative Elementare Bildung Wien“ zusammengeschlossen, um Anliegen und Positionen im Bereich der Elementarpädagogik und institutionellen außerschulischen Nachmittagsbetreuung gemeinsam zu vertreten. Gemeinsam betreuen diese Organisationen rund 28.000 Kinder und decken damit rund 30 Prozent des elementaren Bildungs- und Betreuungsbedarfs in den Wiener Kindergärten und Horten ab. Hohe Qualitätsleistungen und fachliche Standards zeichnen die Trägerorganisationen aus.

Diakonie Bildung:
Karin Brandstötter, T: 0664 827 34 83,
karin.brandstoetter@diakonie.at, bildung.diakonie.at

Kinderfreunde Wien:
Julia Lenhard, T: 01 401 25 – 200 64
julia.lenhard@wien.kinderfreunde.at, www.wien.kinderfreunde.at

Kinder in Wien (KIWI):
Susanne Borth, T: 015267007
s.borth@kinderinwien.at, www.kinderinwien.at

St. Nikolausstiftung
Gabriele Zwick, T: 01 51552-3836
g.zwick@nikolausstiftung.at, www.nikolausstiftung.at
[/av_textblock]

Beim Besuch des Wiener Erzbischofs Josef Grünwidl im Palaiskindergarten erfuhren die Kinder, dass seine Lieblingsinstrumente die Orgel und das Klavier sind und was der Unterschied zwischen diesen Instrumenten ist. Auf die Frage nach dem Lieblingssport, erklärte Grünwidl den Kindern, dass er momentan leider nicht viel Zeit für Sport hat, er aber im Sommer gerne in Osttirol wandern geht. Er zeigte den Kindern das Kreuz, das er meistens umgehängt hat und erzählte ihnen die Geschichte des Hirten, der sich auf die Suche nach einem verschollenen Schaf macht. Als er es verletzt findet, bringt er es wieder zurück und kümmert sich, damit es wieder ganz gesund wird. So wie der Hirte auf jedes einzelne Schaf schaut, so möchte sich Josef Grünwidl als Erzbischof um alle Menschen kümmern. Dabei sei es egal, ob sie jung oder alt, krank oder gesund sind, erklärte er den Kindern.
Die Kinder schenkten dem Erzbischof im Rahmen des Besuchs einen selbstgemachten Schutzengel. Zum Abschluss sangen alle gemeinsam “Gottes Liebe ist so wunderbar”.

Die St. Nikolausstiftung und Erzbischof Josef Grünwidl setzen starkes Zeichen für gelebte Vielfalt und Zusammenhalt
Begegnungsfeier mit allen Mitarbeitenden im Stephansdom

In der besonderen Atmosphäre des Wiener Stephansdoms hat Erzbischof Josef Grünwidl heute erstmals seit Beginn seiner Amtszeit die 1250 Mitarbeitenden der St. Nikolausstiftung getroffen. Der Begegnungsgottesdienst stand ganz im Zeichen des Kennenlernens und des wertschätzenden Miteinanders. Die Mitarbeiter:innen der St. Nikolausstiftung zeichnen sich durch eine große Vielfalt aus und daher ist es ein besonderes Zeichen, dass alle gemeinsam – unterschiedliche christliche Konfessionen, Angehörige anderer Religionen und Menschen ohne Bekenntnis – feiern können. Die Feier wurde so gestaltet, dass alle Anwesenden teilnehmen konnten, unabhängig von religiöser oder kultureller Zugehörigkeit. Damit setzen die St. Nikolausstiftung und Erzbischof Josef Grünwidl ein bewusstes Zeichen gegen gesellschaftliche Polarisierung und für ein respektvolles Miteinander. Der Begegnungsgottesdienst sollte sichtbar machen, dass gemeinsames Feiern und Zusammenleben über kulturelle und religiöse Unterschiede hinweg möglich sind. „Der Kindergarten ist ein Ort des Zusammenhalts, an dem Kinder zum ersten Mal außerhalb der Familie Teil einer Gemeinschaft sind“, darauf verwies auch Bettina Emmerling, Vizebürgermeisterin und Bildungsstadträtin, in ihren Begrüßungsworten. „Die St. Nikolausstiftung ist im Bereich der Elementarbildung eine wichtige Partnerin der Stadt Wien und zeigt, dass gelebte Vielfalt bereits im Kindergarten beginnt.“

Gemeinsam in Vielfalt feiern
„Unsere Feier ist ein starkes Signal für ein offenes, vielfältiges Miteinander. Wir verstehen diese Vielfalt nicht nur als gesellschaftliche Realität, sondern als klare Haltung und möchten damit zeigen, dass Verschiedenheit bereichernd ist, Zusammenhalt über Religions- und Kulturunterschiede und ein friedliches Zusammenleben möglich sind. Wir wissen uns damit in dem klaren Auftrag des 2. Vatikanischen Konzils und damit der katholischen Lehre“, erklärt Elmar Walter, Geschäftsführer der St. Nikolausstiftung.
„Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der St. Nikolausstiftung sind in ihrer Vielfalt ein Geschenk. Für die Kinder, die sie in ihrer Entwicklung begleiten und für die Gesellschaft. Denn sie prägen durch ihre Arbeit die Erwachsenen von morgen“, betont Erzbischof Josef Grünwidl.

Die Welt trifft sich im Kindergarten
Diese Haltung prägt auch den Bildungsalltag in den Kindergärten und Horten der Stiftung. Bei uns sind alle Kinder willkommen, unabhängig von Herkunft, Religion, familiärem Hintergrund oder individuellen Bedürfnissen. Vielfalt und Teilhabe sind das zentrale pädagogische Prinzip. Mit viel Engagement und Offenheit finden die Teams in den Einrichtungen Lösungen und (neue) Wege des Miteinanders. Das zeigt sich im Bildungsalltag ebenso wie in besonderen Momenten wie Festen und Feiern im Laufe des Jahres, die sensibel und inklusiv gestaltet werden. So entsteht ein pädagogischer Raum, in dem Vielfalt nicht nur akzeptiert, sondern aktiv gelebt und als Bereicherung verstanden wird.
„Was wir im Stephansdom feiern, leben wir jeden Tag in unseren Einrichtungen. Vielfalt ist für uns kein Schlagwort, sondern gelebte Praxis und sie bereichert unsere Arbeit. Auf Basis des christlichen Menschenbilds bilden und begleiten wir mit unseren 1250 Mitarbeitenden in unseren rund 90 Kindergärten und Horten mehr als 6000 Kinder. Mit unserer Bildungsarbeit legen wir den Grundstein und leisten einen wichtigen Beitrag für eine offene und plurale Gesellschaft“, fügt Susanna Haas, pädagogische Leitung, St. Nikolausstiftung abschließend hinzu.

Der ISB Stiftungspreis Bildungsinnovation richtet sich an alle öffentlichen und privaten elementaren Bildungseinrichtungen sowie Schulen in Österreich. Ausgezeichnet werden Einrichtungen, die neuartige Ansätze entwickelt oder umgesetzt haben und damit sichtbar zur Bildungsinnovation beitragen. Mit dem Preis erhalten Bildungseinrichtungen die Möglichkeit, die engagierte Arbeit ihres Teams öffentlich sichtbar zu machen. Die Wertschätzung durch eine Nominierung oder Auszeichnung motiviert Pädagog:innen und stärkt die gemeinsame Weiterentwicklung am Standort.

Der Kindergarten Edith Stein der St. Nikolausstiftung wurde im Frühjahr 2026 als einer von drei Finalist:innen in der Kategorie Elementarbereich für den ISB Stiftungspreis Bildungsinnovation nominiert! Eine hochkarätige Jury hat die innovativen Ansätze ausgewählt und wird den Kindergarten Anfang Mai besuchen.

Der Kindergarten Edith Stein setzt auf einen inklusiven Bildungsalltag, der sprachliche Vielfalt und unterschiedliche Entwicklungsbedarfe gezielt aufgreift. Durch den Einsatz visueller Kommunikationsformen wie Symbol- und Bildkarten wird Struktur geschaffen, die Verständigung erleichtert und so allen Kindern aktive Teilhabe ermöglicht. So werden Sprache, Selbstständigkeit und soziale Integration im Alltag systematisch gestärkt.