Die St. Nikolausstiftung und Erzbischof Josef Grünwidl setzen starkes Zeichen für gelebte Vielfalt und Zusammenhalt
Begegnungsfeier mit allen Mitarbeitenden im Stephansdom

In der besonderen Atmosphäre des Wiener Stephansdoms hat Erzbischof Josef Grünwidl heute erstmals seit Beginn seiner Amtszeit die 1250 Mitarbeitenden der St. Nikolausstiftung getroffen. Der Begegnungsgottesdienst stand ganz im Zeichen des Kennenlernens und des wertschätzenden Miteinanders. Die Mitarbeiter:innen der St. Nikolausstiftung zeichnen sich durch eine große Vielfalt aus und daher ist es ein besonderes Zeichen, dass alle gemeinsam – unterschiedliche christliche Konfessionen, Angehörige anderer Religionen und Menschen ohne Bekenntnis – feiern können. Die Feier wurde so gestaltet, dass alle Anwesenden teilnehmen konnten, unabhängig von religiöser oder kultureller Zugehörigkeit. Damit setzen die St. Nikolausstiftung und Erzbischof Josef Grünwidl ein bewusstes Zeichen gegen gesellschaftliche Polarisierung und für ein respektvolles Miteinander. Der Begegnungsgottesdienst sollte sichtbar machen, dass gemeinsames Feiern und Zusammenleben über kulturelle und religiöse Unterschiede hinweg möglich sind. „Der Kindergarten ist ein Ort des Zusammenhalts, an dem Kinder zum ersten Mal außerhalb der Familie Teil einer Gemeinschaft sind“, darauf verwies auch Bettina Emmerling, Vizebürgermeisterin und Bildungsstadträtin, in ihren Begrüßungsworten. „Die St. Nikolausstiftung ist im Bereich der Elementarbildung eine wichtige Partnerin der Stadt Wien und zeigt, dass gelebte Vielfalt bereits im Kindergarten beginnt.“

Gemeinsam in Vielfalt feiern
„Unsere Feier ist ein starkes Signal für ein offenes, vielfältiges Miteinander. Wir verstehen diese Vielfalt nicht nur als gesellschaftliche Realität, sondern als klare Haltung und möchten damit zeigen, dass Verschiedenheit bereichernd ist, Zusammenhalt über Religions- und Kulturunterschiede und ein friedliches Zusammenleben möglich sind. Wir wissen uns damit in dem klaren Auftrag des 2. Vatikanischen Konzils und damit der katholischen Lehre“, erklärt Elmar Walter, Geschäftsführer der St. Nikolausstiftung.
„Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der St. Nikolausstiftung sind in ihrer Vielfalt ein Geschenk. Für die Kinder, die sie in ihrer Entwicklung begleiten und für die Gesellschaft. Denn sie prägen durch ihre Arbeit die Erwachsenen von morgen“, betont Erzbischof Josef Grünwidl.

Die Welt trifft sich im Kindergarten
Diese Haltung prägt auch den Bildungsalltag in den Kindergärten und Horten der Stiftung. Bei uns sind alle Kinder willkommen, unabhängig von Herkunft, Religion, familiärem Hintergrund oder individuellen Bedürfnissen. Vielfalt und Teilhabe sind das zentrale pädagogische Prinzip. Mit viel Engagement und Offenheit finden die Teams in den Einrichtungen Lösungen und (neue) Wege des Miteinanders. Das zeigt sich im Bildungsalltag ebenso wie in besonderen Momenten wie Festen und Feiern im Laufe des Jahres, die sensibel und inklusiv gestaltet werden. So entsteht ein pädagogischer Raum, in dem Vielfalt nicht nur akzeptiert, sondern aktiv gelebt und als Bereicherung verstanden wird.
„Was wir im Stephansdom feiern, leben wir jeden Tag in unseren Einrichtungen. Vielfalt ist für uns kein Schlagwort, sondern gelebte Praxis und sie bereichert unsere Arbeit. Auf Basis des christlichen Menschenbilds bilden und begleiten wir mit unseren 1250 Mitarbeitenden in unseren rund 90 Kindergärten und Horten mehr als 6000 Kinder. Mit unserer Bildungsarbeit legen wir den Grundstein und leisten einen wichtigen Beitrag für eine offene und plurale Gesellschaft“, fügt Susanna Haas, pädagogische Leitung, St. Nikolausstiftung abschließend hinzu.

Der ISB Stiftungspreis Bildungsinnovation richtet sich an alle öffentlichen und privaten elementaren Bildungseinrichtungen sowie Schulen in Österreich. Ausgezeichnet werden Einrichtungen, die neuartige Ansätze entwickelt oder umgesetzt haben und damit sichtbar zur Bildungsinnovation beitragen. Mit dem Preis erhalten Bildungseinrichtungen die Möglichkeit, die engagierte Arbeit ihres Teams öffentlich sichtbar zu machen. Die Wertschätzung durch eine Nominierung oder Auszeichnung motiviert Pädagog:innen und stärkt die gemeinsame Weiterentwicklung am Standort.

Der Kindergarten Edith Stein der St. Nikolausstiftung wurde im Frühjahr 2026 als einer von drei Finalist:innen in der Kategorie Elementarbereich für den ISB Stiftungspreis Bildungsinnovation nominiert! Eine hochkarätige Jury hat die innovativen Ansätze ausgewählt und wird den Kindergarten Anfang Mai besuchen.

Der Kindergarten Edith Stein setzt auf einen inklusiven Bildungsalltag, der sprachliche Vielfalt und unterschiedliche Entwicklungsbedarfe gezielt aufgreift. Durch den Einsatz visueller Kommunikationsformen wie Symbol- und Bildkarten wird Struktur geschaffen, die Verständigung erleichtert und so allen Kindern aktive Teilhabe ermöglicht. So werden Sprache, Selbstständigkeit und soziale Integration im Alltag systematisch gestärkt.

Die Osterzeit lädt uns ein, innezuhalten und Kraft zu schöpfen. Vielleicht gelingt es Ihnen in diesen Tagen, ein wenig Ruhe zu finden – im Kreis der Familie, in der Natur oder einfach in einem Moment der Stille.

Die St. Nikolausstiftung wünscht Ihnen eine schöne Zeit im Kreise Ihrer Lieben und frohe Ostern!

ACHTUNG!
Die Geschäftsstelle hat am Karfreitag geschlossen. Wir sind ab 07.04.2026 wieder wie gewohnt für Sie erreichbar.

Der Kindergarten St. Anton von Padua in Favoriten wurde erneut als Partnerbetrieb von Jugend am Werk ausgezeichnet. Diese Auszeichnung würdigt Unternehmen, die sich in den Bereichen Ausbildung, Kooperation und Inklusion für die Zielgruppen von Jugend am Werk besonders einsetzen.

An unserem Standort St. Anton von Padua wird das Team seit drei Jahren von einer Kollegin unterstützt, die halbtags als zusätzliche Assistentin tätig ist und vor allem hauswirtschaftliche Aufgaben sowie verschiedene Tätigkeiten mit den Kindern übernimmt. Ein herzliches Dankeschön an das gesamte Team vor Ort und insbesonders an ihre Mentorin für die engagierte Begleitung und die verlässliche Zusammenarbeit.

Die umfassende Reform “Kindergarten neu denken” hat das Ziel, die Elementarbildung in Wien nachhaltig zu stärken:
  • Bessere Arbeitsbedingungen,
  • multiprofessionelle Teams,
  • klare Strukturen und
  • eine moderne Verwaltung.
Um diese Weiterentwicklung auf eine verlässliche Grundlage zu stellen, möchte Bildungsstadträtin Bettina Emmerling erfahren, welche Maßnahmen pädagogische Fachkräfte im Bildungsalltag konkret unterstützen würden.

Kindergarten-Assistenten als Putzkräfte: Träger fordern Reform

ExpertInnen pochen auf ein bundesweit einheitliches Berufsbild und Ausbildung: So ließen sich Personalengpässe abmildern.
In der Tageszeitung Kurier gab es dazu ein Statement von Elmar Walter, Geschäftsführer der St. Nikolausstiftung.

Wir bewirken keine Wunder, wir begleiten sie.

Die St. Nikolausstiftung bietet aktuell an mehreren Standorten in Wien freie Kindergartenplätze für Kinder ab ca. einem Jahr. Familien finden in den rund 90 Standorten ein vielfältiges Bildungsangebot und verlässliche Bildung und Betreuung für Kinder.

Unsere Pädagogik stellt die Kinder und ihre Bedürfnisse in den Mittelpunkt. Unsere pädagogischen Fachkräfte begleiten sie professionell und stellen einen vielfältigen und freudvollen Kindergartenalltag bereit.

18. Bezirk: Unser neuer Standort St. Severin
Im 18. Bezirk entsteht derzeit ein neuer Kindergarten, die letzten Handgriffe werden aktuell erledigt. Ab voraussichtlich März 2026 stehen zusätzliche Plätze für Kinder ab einem Jahr zur Verfügung. Drei bestehende Gruppen übersiedeln in das neue fünfgruppige Haus, das mit hellen Räumen, moderner Ausstattung und einem großen Garten viel Raum für Bewegung und gemeinsames Lernen bietet.

11. Bezirk: Wiedereröffnung des Kindergartens Altsimmering
Der Kindergarten Altsimmering wird nach einem Neubau des kompletten Gebäudes voraussichtlich im Spätsommer bzw. Herbst 2026 wiedereröffnet. Der Standort liegt zentral, direkt gegenüber der U3-Station Simmering, und bietet künftig vier Gruppen. Großzügige Räumlichkeiten, ein eigener Bewegungsraum sowie eine Terrasse stehen den Kindern für vielfältige Aktivitäten zur Verfügung. Damit entsteht ein modernes, gut erreichbares Angebot für Familien im Grätzl Simmering.

Eltern, die aktuell einen Kindergartenplatz suchen, können sich jederzeit an die St. Nikolausstiftung wenden. An mehreren Standorten in ganz Wien stehen Plätze für Kinder ab ca. 1 Jahr zur Verfügung und wir unterstützen Familien gerne dabei, den passenden Kindergarten für ihr Kind zu finden: 01 51 552 3838 oder office@nikolausstiftung.at

HIER geht’s zur Standortübersicht in den Bezirken und den freien Plätzen.

Julia Hirt war früher im Nachhaltigkeitsbereich tätig. Mittlerweile ist sie im Rahmen des Programms “Teach for Austria” als Quereinsteigerin im Kindergarten Auferstehung Christ 5 tätig und unterstützt die Pädagogin und Assistentin im Alltag. Mehr dazu wie es ist, Pädagogin auf Zeit zu sein, lesen Sie im Artikel von der Kronenzeitung.

Mit Unterstützung durch ein:e führende:n Elementarpädagog:in und eine:n Assistent:in verbringen TFA Fellows 32 oder 38 Wochenstunden im Kindergarten und sind dabei für 25 Kinder mitzuständig. Auch mit Kindern aus anderen Gruppen im Haus arbeiten sie im Zuge von gruppenübergreifenden Schwerpunkten und Projekten. Sie fördern die Potenziale und Kompetenzen der Kinder und legen den Grundstein für den weiteren Bildungsweg.

Weitere Informationen zu “Teach for Austria”.

Reformprozess für Wiener Kindergärten angekündigt – ein wichtiges Signal für die Elementarbildung
Die Wiener Vizebürgermeisterin und Bildungsstadträtin Bettina Emmerling hat einen umfassenden Reformprozess für die Kindergärten vorgestellt – mit klaren Schwerpunkten auf Pädagogik, Förderwesen und Verwaltung. Zu den geplanten Maßnahmen zählen u. a. die Öffnung für weitere Berufsgruppen, Anpassungen im Förderwesen sowie eine Modernisierung und Entlastung des Systems Kindergarten.
Diese Schritte sind dringend notwendig, um die Qualität der frühen Bildung nachhaltig zu stärken und die Rahmenbedingungen für pädagogische Fach- und Assistenzkräfte zu verbessern.
Das Mobile Team der St. Nikolausstiftung mit den Fachbereichen Psychologie, Inklusive Elementarpädagogik und Ergotherapie stellt seit 2010 ein Alleinstellungsmerkmal in der Wiener Elementarpädagogik dar. Gerne bringt die St. Nikolausstiftung ihre Expertise in diesen Reformprozess ein. Nur gemeinsam kann die Elementarbildung weiterentwickelt werden – für gute Kindergärten, die Teilhabe aller Kinder und die besten Bildungschancen für jedes Kind.
HIER finden Sie den Wien heute-Beitrag mit einer Stellungsnahme von Elmar Walter, Geschäftsführer, zu den Ankündigungen.

Emotionsregulation im Kindergarten – Strategien für den pädagogischen Alltag
Fachbuch mit praxiserprobten Lösungsansätzen, konkreten Impulsen und Handlungsstrategien für pädagogische Fachkräfte im Kindergartenalltag  

Gefühle wahrnehmen, verstehen und regulieren

Wer kennt sie nicht, die großen und kleinen Emotionen, die den (Kindergarten-)Alltag prägen? Die kindliche Frustration, wenn ein junges Kind den Reißverschluss der Jacke einfach nicht schließen kann, die Enttäuschung, wenn beim Kreativsein nicht mehr genug Glitzer in grüner Farbe übrig ist oder die Traurigkeit, weil ein Kind sein wichtigstes Kuscheltier zu Hause vergessen hat? Diese Beispiele stehen stellvertretend für die mannigfaltigen emotionalen Erfahrungen, die Kinder im täglichen Miteinander des Kindergartens machen.

Manche dieser Gefühle sind intensiv und herausfordernd, andere flüchtig. Einige können Kinder bereits eigenständig bewältigen, bei anderen brauchen sie noch die Begleitung eines Erwachsenen in Form der Co-Regulation. Gerade der Kindergarten bietet durch den permanenten Austausch mit Peers ein besonderes Lern- und Erfahrungsumfeld, in welchem Kinder schrittweise Kompetenzen zur eigenständigen Emotionsregulation entwickeln können.

Die Fähigkeit, eigene Gefühle wahrzunehmen, zu verstehen und angemessen zu regulieren bildet eine wesentliche Grundlage für soziale Beziehungen, Bildungsprozesse und psychisches Wohlbefinden. Die pädagogischen Fachkräfte in den Kindergärten übernehmen dabei eine bedeutende Rolle, indem sie Kinder gezielt und kontinuierlich in ihrer emotionalen Entwicklung begleiten. Sie unterstützen Kinder durch feinfühliges Wahrnehmen emotionaler Signale, sprachliche Begleitung von Gefühlen und dem Vorleben angemessener Regulationsstrategien dabei mit intensiven Emotionen konstruktiv umzugehen. Ihr professionelles Handeln entscheidet maßgeblich darüber, ob herausfordernde Situationen zu belastenden oder stärkenden Erfahrungen werden.

Kinder kompetent begleiten: Handbuch für pädagogische Fachkräfte

Das neu erschienene Fachbuch „Emotionsregulation im Kindergarten – Strategien für den pädagogischen Alltag“ greift diese Entwicklungsprozesse zur Emotionsregulation auf und verbindet aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse mit praxisnahen Einblicken aus der täglichen Arbeit der Buchautorinnen in den Kindergärten der St. Nikolausstiftung mit rund 90 Standorten in Wien.

Ziel des Buches ist, pädagogischen Fachkräften und allen, die in der Elementarpädagogik tätig sind, alltagsnahe Fallbeispiele, praxiserprobte Lösungsansätze sowie konkrete Impulse und Handlungsstrategien an die Hand zu geben. Diese sollen dabei helfen, emotionale Prozesse im Alltag besser zu verstehen, zu reflektieren sowie Kinder in emotional herausfordernden Momenten kompetent zu begleiten und gezielt zu fördern.

“Wir sind stolz, viele engagierte und professionelle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu haben. Alle kennen die Herausforderungen, umso wichtiger ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse mit dem Bildungsalltag im Kindergarten zu verknüpfen und dies kompakt und übersichtlich in einem praxisnahen Ratgeber für Pädagoginnen und Pädagogen bereitzustellen. Die tägliche Expertise und Unterstützung unseres Mobilen Teams –unserer Psychologinnen, Inklusiven Elementarpädagoginnen und Ergotherapeutinnen – im Kindergartenalltag stellen seit der Gründung der St. Nikolausstiftung ein Alleinstellungsmerkmal im Bereich der elementaren Bildung dar“, unterstreicht Elmar Walter, Geschäftsführer der St. Nikolausstiftung, anlässlich der Veröffentlichung des Handbuchs den zentralen Aspekt der interdisziplinären Unterstützung in der elementaren Bildung.