Feste und Feiern in Pandemie-Zeiten

In dem von der Bundesregierung angeordneten Lockdown fällt auch der Beginn der Adventzeit sowie der Nikolaustag am 6. Dezember.

„Alle sind jetzt gefordert, ihren Beitrag zur Eindämmung der Corona-Pandemie zu leisten. Dennoch werden unsere Kindergärten und Horte wie auch im Frühjahr für Kinder offen sein, deren Eltern Unterstützung zur Bewältigung des Arbeitsalltags oder in herausfordernden Situationen benötigen. Auch unter geänderten Rahmenbedingungen ist es unsere Verantwortung und unser Ziel, den Kindern im Kindergarten einen Bildungsalltag und einen sicheren Raum zur Entwicklung zu bieten“, so Elmar Walter, Geschäftsführer zur aktuellen Situation im Kindergarten.

Feste und Feiern im Jahreskreis, wie zuletzt das Martinsfest, haben gezeigt: Rituale und Feste geben Sicherheit, geben Ansatzpunkte für Gespräche und Austausch und schaffen durch das Wiedererkennen und -erfahren ein wenig Normalität im Alltag. Feste, die in den Kindergärten und darüber hinaus, wie z.B. durch das Zurverfügungstellen von Materialien für zu Hause, gefeiert werden, lassen Kinder – und auch Eltern – in diesen herausfordernden Wochen besondere Momente erleben. Die Form der Rituale und Feste muss nun verändert und den Gegebenheiten angepasst werden, dennoch werden sie von Kindern, Eltern sowie von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern als feierlich und bereichernd sowie als unverzichtbarer Bestandteil erlebt.

Nikolaus feiern im Kindergarten

Aktuell sind rund 62% der Kinder in den Kindergärten und Horten der St. Nikolausstiftung anwesend. Feiern können heuer ausschließlich in den jeweiligen Gruppen stattfinden, externe Personen dürfen die Standorte nicht betreten und Gruppen nach Möglichkeit nicht vermischt werden. Das bedeutet auch, dass in diesem Jahr keine den Kindern vertrauten Bezugspersonen, die nicht zum Standortteam gehören, wie sonst manchmal als NikolausdarstellerInnen in den Kindergarten kommen.

Ausgangspunkt der Vorüberlegungen der Feier ist immer der Blick auf den Entwicklungsstand der Kinder, ihre Bedürfnisse sowie in diesem Jahr die veränderten Rahmenbedingungen. Auch heuer wird eine Pädagogin, ein Assistent oder ein Kind in unseren Kindergärten und Horten den Nikolaus spielen. Die Nikolauslegende wird bereits im Vorhinein den Kindern erzählt und gemeinsam wird über die Handlungen des heiligen Nikolaus nachgedacht. Werte wie Solidarität oder Nächstenliebe werden anhand der Nikolauslegende in unseren Alltag übersetzt und überlegt, wie es ist, wie der Nikolaus zu sein und nach seinem Vorbild zu handeln. Zum Beispiel kann ich mit meinem Freund mein Lego teilen oder ich helfe einem jüngeren Kind in der Gruppe beim Aufräumen des Spielzeuges. Im Rahmen der Nikolausfeier wird noch einmal gemeinsam die Legende vom Nikolaus nacherzählt und -gespielt. Die Person, die den Nikolaus darstellt, wird mit Hilfe der anderen Kinder angezogen und wird so zum Nikolaus.

„Sobald der Nikolaus fertig verkleidet vor den Kindern steht, wird für viele spürbar, dass hier etwas Besonderes passiert. Dies hängt mit der Entwicklungsphase, die die Kinder im Kindergartenalter durchleben, der sogenannten ‚magischen Phase‘, zu­sammen. Gespieltes wird im nächsten Augenblick als real empfunden, Kinder können sehr schnell zwischen Wirklichkeit und Phan­tasie wechseln. Gemeinsam mit dem verkleideten Nikolaus werden Lieder gesun­gen, Geschichten erzählt und auch Geschenke ausge­teilt“, erklärt Susanna Haas, pädagogische Leitung, das Konzept der Nikolausfeier.

Kostenlose Infobroschüre „Nikolaus feiern im Kindergarten“ für alle Eltern

Alle Eltern, deren Kinder einen Kindergarten der St. Nikolausstiftung besuchen, bekommen die Informationsbroschüre „Nikolaus feiern im Kindergarten“ im Rahmen der Einschreibung zur Verfügung gestellt. Interessierte können die Broschüre kostenlos auf der Webseite der
St. Nikolausstiftung im Bereich Downloads & Links abrufen und ausdrucken.

Die Geschichte des heiligen Nikolaus ist die Geschichte eines Mannes, der den Menschen vor langer Zeit in ihrer Not half und viele Wunder bewirkte. Er ist Schutzpatron für Kinder und schutzbedürftige Personen und wurde daher bewusst als Namensgeber der St. Nikolausstiftung gewählt. Gerade in einem krisengeschüttelten Jahr wie 2020 sind Legenden, Rituale und Feste eine Möglichkeit, die Halt geben sowie Freude in den Alltag bringen.

Unser Dank gilt allen MitarbeiterInnen, die den Kindern seit neun Monaten trotz Infektionsrisikos und der vielen Einschränkungen durch ihr Handeln und ihr Engagement einen geregelten, guten und anregenden Bildungsalltag ermöglichen.

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