Das Projekt „lesen lieben lernen“ der St. Nikolausstiftung startet in die erste Runde – PädagogInnen schrieben Geschichten – Die Gewinnerin Ursula Riedl wurde mit dem 1. Friedl-Hofbauer-Preis geehrt – Das Buch wird 2012 im Wiener Dom Verlag veröffentlicht und von Renate Habinger illustriert

Wien, 20. Dezember 2011. Staatssekretär Sebastian Kurz, Unterrichtsministerin Dr.in Claudia Schmidt, Bildungsexperte Nikolaus Glattauer und auch Stadtrat Christian Oxonitsch – prominente Stimmen, die immer wieder für bestmögliche sprachliche Frühförderung in elementaren Bildungseinrichtungen eingebettet in ein faires und erfolgreiches System eintreten. In den Kindergärten und Horten der St. Nikolausstiftung ist die Leseförderung ein wichtiger Baustein des Alltags. Zu diesem Zweck wurde im letzten Jahr das Politprojekt „lesen lieben lernen“ gestartet. Denn je früher Kinder den selbstverständlichen, täglichen Umgang mit Büchern praktizieren, sich mit dem Medium Buch beschäftigen und in weiterer Folge „lesen lieben lernen“, desto besser gelingt Integration und Bildung.

Freude am Lesen im Kindergarten wecken

Auf Initiative der St. Nikolausstiftung, Träger von 78 Kindergärten und Horten in ganz Wien, waren im Pilotprojekt alle PädagogInnen der Stiftung aufgerufen ihre Geschichten einzureichen. Die Idee dahinter: PädagogInnen, die Freude am Buch und am Lesen und Schreiben haben, vermitteln diese auch an die Kinder. Und genau diese Lesefreude wird laut aktueller IMAS-Studie immer geringer: Nur noch 53 Prozent der ÖsterreicherInnen haben Freude am Lesen. Im Jahr 1973 waren es noch 64 Prozent (also fast zwei Drittel der Erwachsenen). Am stärksten unterscheidet sich die Lust am Lesen nach Bildung und sozialer Schicht: Die Lesefreude der Maturanten und Akademiker (mit insgesamt 75 Prozent) ist ungleich größer als die von Personen mit Volks- oder Hauptschulbildung (42 Prozent).

„Bücher sollen in jeder Familie zum Alltag gehören. Wir möchten in unseren Kindergärten allen Kindern dieselben Bildungschancen und Startmöglichkeiten geben. Das Buch ist dazu wichtigstes Medium“, erklärt Mag. Elmar Walter, Geschäftsführer der St. Nikolausstiftung. Im ersten Projektversuch wurden alle MitarbeiterInnen der St. Nikolausstiftung – immerhin rund 750 – gebeten, ihre Geschichten einzureichen. „Das Projekt lesen lieben lernen, hat alles was es braucht, um erfolgreich zu werden: einen guten Namen, bekannte Unterstützer aus der österreichischen Kinder- und Jugendbuchliteraturszene und eine Zielgruppe von derzeit circa 6.000 Kinder. Wir freuen uns, mit an Bord zu sein“, so Inge Cevela, Prokuristin des Wiener Dom Verlages.

Friedl Hofbauer Preis geht an Ursula Riedl

Eine fünfköpfige Jury bestehend aus Inge Cevela, Prokuristin des Wiener Dom Verlages, Lene Mayer-Skumanz, Autorin, Dr.in Kathrin Wexberg, wissenschaftliche Mitarbeiterin der STUBE (Studien- und Beratungsstelle für Kinder- und Jugendliteratur) und Mag. Elmar Walter, Geschäftsführer St. Nikolausstiftung, prämierte die Gewinnergeschichte. Als Preis-Namensgeberin konnte die österreichische Kinder- und Jugendbuchautorin Friedl Hofbauer gewonnen werden. Die Trägerin des Österreichischen Kinderlyrik-Staatspreises ist Schöpferin von manchem „Ohrwurm“: Mit „Wischi waschi Wäschewaschen“ bis zu den berühmten Fingerspielen im „Minitheater“ hat sie Generationen von Kindern mit Sprachspiel und Lautmalerei die Lust an der Sprache geweckt.
Im Dezember 2011 wurde der Gewinnerin Ursula Riedl der „1. Friedl Hofbauer Preis“ überreicht. Die Geschichte wird im Juni 2012 veröffentlicht werden und im Buchhandel erhältlich sein.

Fortsetzung ist geplant
2012 soll das Projekt weiter fortgesetzt und auch ausgebaut werden. Die Ausschreibungsdetails für den „2. Friedl Hofbauer Preis“ werden im Frühjahr bekanntgegeben.

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