01.03.2019


Meilensteine am Weg zum Frauenwahlrecht

Pionierinnen des Parlaments


Jede Frauengeneration, die gewonnenen Rechte nicht verteidigt hat und neue nicht erobern wollte, hat schon ein Stück von ihnen verloren.“ (Marielouise Janssen-Jurreit)


Meilensteine am Weg zum Frauenwahlrecht:

1848: Karoline von Perin (1806-1888) gründet den ersten politischen Frauenverein
1892: Marianne Hainisch (1839-1936) setzt sich aktiv für höhere Mädchenbildung ein und gründet das erste Gymnasium für Mädchen im deutschsprachigen Raum
1893: Gründung des Allgemeinen Österreichischen Frauenvereins: eine zentrale Person und vehemente Kämpferin für das Frauenwahlrecht und die Gleichstellung der Frau war Auguste Fickert (1855-1910)
1905: Bertha von Suttner (1843-1914) wird als erste Frau mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet
1911: 1. Internationaler Frauentag mit Demonstrationszug auf der Wiener Ringstraße
1918: Am 12. November wird das Frauenwahlrecht beschlossen
1919: Am 16. Februar dürfen Frauen in Österreich erstmals wählen. Am 4. März ziehen acht Abgeordnete ins Parlament ein: sieben Sozialdemokratinnen – Anna Boschek, Emmy Freundlich, Adelheid Popp, Gabriele Proft, Therese Schlesinger, Amalie Seidel, Maria Tusch – und Hildegard Burjan als christlichsoziale Abgeordnete. Adelheid Popp (1869-1939) hält die erste Rede einer Frau im Nationalrat. Hildegard Burjan (1883-1933) gründet die Caritas Socialis.

Bildcredit: ÖNB/Wien, 118.074C