Die St. Nikolausstiftung hat sich rund um den Tag der Elementarbildung einige Aktivitäten ausgedacht, um auch heuer wieder ein Zeichen für die Elementarpädagogik setzen!

Tag der Elementarbildung
Der Tag der Elementarbildung wird am 24. Jänner zum 4. Mal begangen, um auf die frühkindliche Bildung und deren wichtigen gesellschaftspolitischen Wert aufmerksam zu machen. Der Tag der Elementarbildung wird auch genutzt, um auf die fehlenden Ressourcen und unzureichenden Rahmenbedingungen in der Bildungsinstitution Kindergarten hinzuweisen. Damit alle Kinder faire Bildungschancen hätten, braucht es dringend mehr fundiert ausgebildete Pädagoginnen und Pädagogen, kleinere Gruppengrößen, mehr finanzielle Ressourcen sowie mehr politische und gesellschaftliche Anerkennung.

Social Media-Kampagne gestartet
Gemeinsam starteten die Mitglieder der Träger*inneninitiative Elementare Bildung Wien die Social Media-Kampagne #kindergartenbraucht.
Seitens der Trägerorganisationen werden Prominente, WissenschaftlerInnen, PolitikerInnen etc. angesprochen, um uns bei der Kampagne zu unterstützen.
Natürlich sind auch Sie als Eltern herzlich eingeladen, sich daran zu beteiligen.
Wir freuen uns, wenn sich viele an der Social Media-Kampagne #kindergartenbraucht beteiligen!

Ausführliche Informationen zum Tag der Elementarbildung, den Forderungen und dem Ablauf der Social Media-Kampange können Sie hier nachlesen.

Zur Presseaussendung der Träger*inneninitiative Elementare Bildung Wien zum Tag der Elementarbildung

Unterstützen Sie unsere Kampagne auf Social Media: #kindergartenbraucht
Wenn Sie unsere Kampagne #kindergartenbraucht unterstützen wollen, ergänzen Sie bitte auf diesem Blatt möglichst groß und gut lesbar, was Ihrer Meinung nach nötig wäre, um die Bildungseinrichtung Kindergarten zu unterstützen: Mehr Pädagog*innen, weniger Kinder pro Gruppe, mehr Elternbildung, mehr Rückzugsmöglichkeiten für Kinder, was auch immer….

Sie können uns auch unterstützen, indem sie Beiträge zur Kampagne #kindergartenbraucht auf Social Media liken und teilen.
Alle Infos dazu gibt es auf Facebook oder Instagram.

Auch die Träger*inneninitiative Elementare Bildung Wien möchte einmal mehr im Vorfeld des Tages der Elementarbildung auf die Bedeutung der frühkindlichen Bildung hinweisen.

Die Anforderungen an den Kindergarten steigen seitens der Politik – das ist auch gut so. Jetzt ist es aber an der Zeit, dass auch die Rahmenbedingungen an die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse der Elementarpädagogik angepasst werden.

Der #kindergartenbraucht

  • 1% vom BIP (derzeit 0,64%),
  • mehr fundiert ausgebildete Pädagog*innen,
  • einen besseren Fachkraft-Kind-Schlüssel,
  • mehr qualitative Bildungszeit,
  • mehr politische und gesellschaftliche Anerkennung,
  • ein österreichweit einheitliches Bundesrahmengesetz,
  • mehr qualifiziertes Zusatzpersonal aus verschiedenen Fachbereichen (Sonderkindergartenpädagogik, Logopädie, Ergotherapie, Psychologie, Sozialarbeit etc.) sowie
  • eine sofortige Ausbildungsoffensive.

Alle Kinder haben ein Recht auf Bildung und auf gleiche Bildungschancen von Beginn an. Die politisch Verantwortlichen müssen österreichweit einheitliche Qualitätsstandards definieren und die Rahmenbedingungen dafür bereitstellen, damit alle Kinder – egal welcher Herkunft – von frühester Kindheit ein Bildungssystem vorfinden, das sie in ihrer individuellen Entwicklung begleitet und fördert.

Träger*inneninitiative Elementare Bildung Wien
Social Media-Kampagne #kindergartenbraucht

Private Trägerorganisationen gestalten in ihrer Funktion als Bildungseinrichtungen maßgeblich die Landschaft der elementaren Bildung. Die vier großen Trägerorganisationen Diakonie Bildung, Kinderfreunde Wien, KIWI-Kinder in Wien und die St. Nikolausstiftung bilden und betreuen in ihren Kindergärten und Horten in Wien insgesamt 28.123 Kinder im Alter von 1 bis 10 Jahren. Gemeinsam werden auch bildungspolitische Forderungen als Träger*inneninitiative Elementare Bildung Wien vertreten. Mit der Social Media-Kampagne #kindergartenbraucht wird im Rahmen des 4. Tages der Elementarbildung auf dringend notwendige Reformen im Bereich der Elementarpädagogik aufmerksam gemacht.

Bei Rückfragen stehen Ihnen unsere Mediensprecherinnen gerne zur Verfügung:

Diakonie Bildung
Karin Brandstötter, 0664 827 34 83
karin.brandstoetter@diakonie.at, www.bildung.diakonie.at

Kinderfreunde Wien

Nicole Kronsteiner, T: 0664 884 61 772
nicole.kronsteiner@wien.kinderfreunde.at, www.wien.kinderfreunde.at

Kinder in Wien (KIWI)
Susanne Borth, 0664 886 89 008
s.borth@kinderinwien.at, www.kinderinwien.at

St. Nikolausstiftung
Gabriele Zwick, 0664 610 1398
g.zwick@nikolausstiftung.at, www.nikolausstiftung.at

In den Kindergärten wird das pädagogische Personal nun wöchentlich getestet – hier kommt ein Gurgel-PCR-Selbsttest zum Einsatz.
Die Teilnahme ist freiwillig und die Bereitschaft hoch. Den Beginn machen die Städtischen Kindergärten, die privaten kommen ab nächster Woche dran.

Der Geschäftsführer der St. Nikolausstiftung, Elmar Walter, hat dazu in der Sendung “Wien heute” Stellung genommen.

Den Beitrag dazu vom 18.01.2021 in “Wien heute” finden Sie hier.

Letzte Woche war Ö1 zu Gast in unserem Pfarrkindergarten Ursulinenhof und hat nachgefragt, wie es den Kindergärten im 3. Lockdown geht. Die Leiterin, Barbara Feest, und auch Geschäftsführer Elmar Walter kommen hier zu Wort.

Der Radiobeitrag vom 14.01.2021 kann hier nachgehört werden.

Elmar Walter und Susanna Haas sprechen im Kurier Daily-Podcast vom 19.01.2021 über den Kindergarten in Pandemie-Zeiten zum Thema: “Verzweifeln unsere Kindergartenpädagogen?”

Eine schnelle Impfung wäre für die systemerhaltenden Organisationen der Elementarbildung und Horte dringend notwendig. Kindergärten und Horte haben und hatten immer geöffnet, damit Eltern aus systemerhaltenden Berufen diese auch ausüben können.

Eine frühe und schnellstmögliche Impfung des Kindergarten- und Hortpersonals ist der einzige Schutz, den die Teams haben und damit der Betrieb weiterhin aufrechterhalten werden kann. Masken können in diesen pädagogischen Settings nur bedingt eingesetzt werden. Kinder brauchen Zuwendung und Nähe und auch das Erkennen von Mimik und Gestik der Pädagog*innen und Betreuer*innen ist für die Entwicklung der Kinder essentiell. Durch die schnellstmögliche Impfung kann die (frühkindliche) Bildung und das sichere Zusammensein in der Gemeinschaft wieder vollumfänglich sichergestellt werden.

Die Träger*inneninitiative Elementare Bildung Wien fordert die politischen Entscheidungsträger*innen dazu auf, Mitarbeitende von Kindergärten und Horten so schnell wie möglich zu impfen, damit die Immunisierung mit Mitte März abgeschlossen ist.

Dazu braucht es im Vorfeld eine transparente und umfassende Informationskampagne, um die Impfbereitschaft zu steigern. So soll die elementare Bildung und Betreuung wieder in vollem Umfang sichergestellt sowie die Mitarbeitenden in Kindergarten und Hort selbst geschützt werden.

„Bis zur Impfung begrüßen wir die Möglichkeit zu wöchentlichen Testungen für unsere Mitarbeitenden. Jedoch muss die Umsetzung so gestaltet sein, dass der pädagogische Betrieb an unseren Standorten auch weiterlaufen kann. Es braucht außerdem bei Testungen in der Dienstzeit eine Kompensierung der Mehrkosten von Bund und Land, um die dadurch entstehenden Überstunden finanziell tragen zu können“, so die Geschäftsführung von Diakonie Bildung, Kinderfreunde Wien, KIWI – Kinder in Wien und St. Nikolausstiftung. „Die neuen Antigen-Selbsttests an Schulen wurden auch für den Elementarbereich angekündigt. Diese müssen so rasch wie möglich sowie kostenlos zur Verfügung gestellt werden.“

Kontaktdaten der Mitglieder der Träger*inneninitiative:
Bei Rückfragen stehen Ihnen unsere Mediensprecherinnen gerne zur Verfügung:

Diakonie Bildung
Karin Brandstötter, 0664 827 34 83
karin.brandstoetter@diakonie.at, www.bildung.diakonie.at

Kinderfreunde Wien
Nicole Kronsteiner, 0664 884 61 772
nicole.kronsteiner@wien.kinderfreunde.at, www.wien.kinderfreunde.at

Kinder in Wien (KIWI)
Susanne Borth, 0664 886 89 008
s.borth@kinderinwien.at, www.kinderinwien.at

St. Nikolausstiftung
Gabriele Zwick, 0664 610 1398
g.zwick@nikolausstiftung.at, www.nikolausstiftung.at

Die gute Nachricht nach Matthäus:
Die Sterndeuter machten sich auf den Weg. Und der Stern, den sie schon bei seinem Aufgehen beobachtet hatten, ging ihnen voraus. Genau über der Stelle, wo das Kind war, blieb er stehen. Als sie den Stern sahen, kam eine große Freude über sie. Sie gingen in das Haus und fanden das Kind mit seiner Mutter Maria. Da warfen sie sich vor ihm zu Boden und ehrten das Kind als König. Dann holten sie die Schätze hervor, die sie mitgebracht hatten, und legten sie vor ihm nieder: Gold, Weihrauch und Mhyrre.
Auch die Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar geht heuer neue Wege. Spenden sowie das verschicken eines virtuellen Sternsingerbesuchs ist hier möglich.
 
Friedvoll sei die Nacht und sonnig der Morgen, der die Finsternis beendet.
Die St. Nikolausstiftung wünscht ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest & alles Gute für das neue Jahr 2021!
Die Geschäftsstelle ist von 24.12.2020-01.01.2021 geschlossen.
Ab 04.01.2021 sind wir zu den gewohnten Öffnungszeiten wieder für Sie da!

Multiprofessionelle Teams aus den Bereichen inklusive (Elementar)Pädagogik, Psychologie, Logopädie, Erziehungsberatung, pädagogische Fachberatung, Ergotherapie oder Sozialarbeit können das Personal im Kindergarten und Hort sowie Eltern unterstützen, um Kinder in ihrer Entwicklung optimal zu begleiten.

Kindergärten und Horte als Bildungsinstitutionen ergänzen Familien durch qualifizierte Pädagog*innen, die als Bildungs- und Erziehungspartner*innen Eltern unterstützen. Ihnen stehen engagierte Assistent*innen bzw. Betreuer*innen zur Seite. Derzeit stößt dieses System an seine Grenzen: Zu wenig qualifizierte Fachkräfte, die einer Fülle an Herausforderungen und Anforderungen gegenüberstehen. Die Träger*inneninitiative Elementare Bildung Wien von Diakonie Bildung, KIWI-Kinder in Wien, Kinderfreunden und der St. Nikolausstiftung hat das in den letzten Wochen mehrfach – auch im Rahmen der notwendigen Attraktivierung des Berufsfeldes – dargelegt.

Er- und Bekenntnis der Fortschrittskoalition
„Die Anforderungen an das Fachpersonal wurden in den letzten Jahren immer größer, gleichzeitig ist das dafür nötige Personal nicht in ausreichender Zahl hinzugekommen. Der Kindergarten hat sich endlich von der reinen Betreuungsstätte zu einer Bildungseinrichtung weiterentwickelt, wodurch aber der Anspruch und die Erwartungen um ein Vielfaches gestiegen sind. Damit das optimal gelingen kann, muss mehr Personal gewonnen, aber auch bestehendes motiviert werden, den Beruf auf Dauer mit Freude ausüben zu wollen“ – so steht es im Regierungsprogramm der rot-pinken Wiener Fortschrittskoalition.

Wir begrüßen dieses Bekenntnis der Wiener Stadtregierung und bekräftigen hiermit nochmals die Bedeutung von multiprofessionellen Teams zur Unterstützung in Kindergärten und Horten. Das ist ein wichtiger Schritt gemeinsam mit der Ausbildungsoffensive und der Verbesserung struktureller Rahmenbedingungen.
Denn: Zusätzliche Expert*innen aus psychosozialen bzw. therapeutischen Fachbereichen können Pädagog*innen bei der Entwicklungsbegleitung und bei besonderen Bedürfnissen von Kindern gut unterstützen. Ein gemeinsamer professioneller Blick auf das Kind, seine Potentiale und seine Entwicklungsmöglichkeiten eröffnet allen Beteiligten neue Möglichkeiten und entlastet das Kindergartenpersonal zum Wohle der bestmöglichen Begleitung der Kinder und ihrer Familien.

Win-win Situation für Kinder, Eltern, Kindergartenpersonal und die Gesellschaft
Die fachübergreifende Begleitung und Beratung in den Kindergärten vor Ort bringen große Vorteile:

  • Oftmals ist der Kindergarten der Ort, an dem mögliche Besonderheiten in der kindlichen Entwicklung auffällig werden. Durch die Möglichkeit, sich bei der laufenden Beobachtung der Entwicklung der Kinder professionelle Unterstützung zu holen, gewinnen Pädagog*innen Sicherheit und zusätzliche fachliche Unterstützung.
  • Für die Entwicklung des Kindes förderliche Aspekte können frühzeitig erkannt und entsprechende Schritte der Entwicklungsbegleitung zum Wohl des Kindes im vertrauten Umfeld gesetzt werden.
  • Kinder mit besonderen Bedürfnissen stoßen schnell an die Grenzen des Regelbildungssystems. Knappe personelle Ressourcen gepaart mit unzureichenden Rahmenbedingungen und nicht dem nötigen speziellen Fachwissen über individuelle Unterstützungsmöglichkeiten begünstigen ein Ausscheiden der Kinder aus dem Regel-Kindergarten. Die Suche nach einem günstigen Therapieplatz und/oder einem Integrationsplatz dauert üblicherweise über ein Jahr, wodurch wertvolle Zeit für die notwendige Förderung der Kinder verstreicht. Multiprofessionelle Teams, bestehend aus zusätzlichen Fachkräften aus unterschiedlichen Bereichen wie inklusive (Elementar) Pädagogik, Psychologie, Ergotherapie, Logopädie, pädagogische Fachberatung, Erziehungsberatung oder Sozialarbeit, die im Kindergarten verortet sind, können zeitnah und niederschwellig Interventionen setzen. Eltern werden organisatorisch entlastet, Kinder erfahren gezielte Unterstützung im vertrauten Umfeld und die pädagogische Arbeit im Kindergarten wird effektiv ergänzt.
  • Nicht zuletzt ist auch der kostendämpfende Effekt früher Intervention für die Gesellschaft bedeutend.

Gleiche Chancen für alle Kinder
Die Träger*inneninitiative steht auch dem neuen Bildungsstadtrat mit ihrer Erfahrung und Kompetenz für die Umsetzung dieses Konzepts zur Verfügung, das ganz im Sinne der Chancen- und Bildungsgerechtigkeit ausgerichtet ist. Die Bereitstellung der finanziellen Ressourcen dafür wäre ein wichtiger Schritt, um den Kindergarten als familienunterstützenden Ort der Bildung und Entwicklungsbegleitung für Kinder und Eltern zu stärken und die an ihren Grenzen stehenden Kindergarten-Teams effektiv zu unterstützen.

Kontaktdaten der Mitglieder der Träger*inneninitiative:
Bei Rückfragen stehen Ihnen unsere Mediensprecherinnen gerne zur Verfügung:

Diakonie Bildung
Karin Brandstötter, 0664 827 34 83
karin.brandstoetter@diakonie.at, www.bildung.diakonie.at

Kinderfreunde Wien
Michaela Müller-Wenzel, 0664 542 31 58
michaela.mueller-wenzel@wien.kinderfreunde.at, www.wien.kinderfreunde.at

Kinder in Wien (KIWI)
Susanne Borth, 0664 886 89 008
s.borth@kinderinwien.at, www.kinderinwien.at

St. Nikolausstiftung
Gabriele Zwick, 0664 610 1398
g.zwick@nikolausstiftung.at, www.nikolausstiftung.at

Kinderprojekt „Wir bauen einen Nussknacker“ und Wünsche zum 10-Jahres-Jubiläum von Kardinal Christoph Schönborn

Die Kinder aus dem Palaiskindergarten haben etwas richtig Großes gebastelt. Warum? Ein Sack voller Nüsse aus dem Garten einer Mitarbeiterin wurde zum Impuls für ein vorweihnachtliches Projekt.

Die Kinder beschäftigten die Fragen: Wie schauen die Nüsse drinnen aus? Wie schmecken sie? Wie machen wir sie auf? Was ist ein Nussknacker? Und vor allem: Können wir einen Nussknacker basteln – vielleicht auch einen ganz großen? Und das taten sie dann auch. Ein riesiger Nussknacker steht nun im Palaiskindergarten und begleitet die Kinder und das Team durch den Advent! „Kinderthemen aufzugreifen ist ein wichtiger Teil unserer pädagogischen Arbeit. Kinder sind von Natur aus neugierig und wollen alles ganz genau wissen. Wenn sie ein Thema interessiert, dann lassen sie sich komplett darauf ein. Alle Kinder haben mit Begeisterung beim Bauen des großen Nussknackers geholfen und jedes Kind hat noch einen kleinen Nussknacker für sich selbst gebastelt. Vor allem die Ausdauer und Freude der ganz jungen Kinder bei dem Projekt mitzumachen, hat uns als Team sehr gefreut“, so Heike Jahn, MA, Leiterin des Palaiskindergartens der St. Nikolausstiftung.

10 Jahre Palaiskindergarten

Planmäßig hätte am 3. Dezember 2020 die 10-Jahres-Feier des Palaiskindergartens im Beisein von Kardinal Christoph Schönborn stattgefunden, aufgrund der Corona-Pandemie werden die Feierlichkeiten in den Frühsommer verschoben. „Ich freue mich sehr, dass wir seit 10 Jahren in den Räumlichkeiten des Erzbischöflichen Palais einen Kindergarten haben. Der Kindergarten ist eine große Bereicherung und stärkt das Miteinander innerhalb der Erzdiözese. Ich gratuliere dem Palaiskindergarten herzlich zum 10-jährigen Jubiläum und freue mich auf die Feierlichkeiten im nächsten Jahr. Als Protektor der St. Nikolausstiftung wünsche ich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Kindern und Eltern eine besinnliche und gesegnete Adventzeit“, übermittelte Kardinal Christoph Schönborn seine Wünsche.

Mehr Zeit für jedes Kind!
Wiener Kindergärten brauchen qualitativ nachhaltigen Fachkraft-Kind-Schlüssel

Wien, 2.12.2020. Die Träger*inneninitiative Elementare Bildung Wien von Diakonie Bildung, Kindern in Wien, Kinderfreunde und der St. Nikolausstiftung begrüßt die Ankündigungen der neuen Stadtregierung für den Elementarbildungsbereich.
Die Regierung verspricht eine „Verbesserung der Arbeitsbedingungen durch Erhöhung der Erwachsenen-Kind-Relation in den Gruppen zu den Hauptbetriebszeiten.“ (Quelle: Koalitionspapier SPÖ/ NEOS 2020). Konkret geht es dabei um die Verdoppelung der Assistent*innen-Stunden in Kindergarten-Gruppen. Diese sehen wir als einen Schritt in die richtige Richtung. Gleichzeitig weisen wir aber darauf hin, dass allein die Erhöhung der Stunden keine mittel- oder langfristige Lösung für eine Qualitätssteigerung in den Krippen und Kindergärten darstellt.

Zentral für eine nachhaltige Bildungsqualität wäre viel mehr die sogenannte Fachkraft-Kind-Relation: Also mehr pädagogisch qualifiziertes Personal für eine bestimmte Anzahl an Kindern. Eine Verdoppelung oder zumindest Erhöhung der Fachkräfte-Stunden findet sich aber nicht im Koalitionspapier.

Wiens Kindergärten zeichnen sich durch eine hohe Serviceorientierung für berufstätige Eltern mit langen Öffnungszeiten aus, daher braucht es die angesprochene Verbesserung des Fachkraft-Kind-Schlüssels auch zu den Beginn- und Endzeiten. Denn nicht nur die Dauer, sondern vor allem die Qualität des Kindergartens beeinflusst das spätere Leben unserer Kinder!

Was sind die Garanten für hohe Qualität in der Elementarbildung?
In der größten Langzeitstudie Europas, der britischen EPPSE-Studie, wurden die wichtigsten Voraussetzungen für hohe Qualität im Kindergarten definiert:

  • Hohe Qualifikation des Teams
  • Erfahrung des Personals
  • Guter Fachkraft-Kind-Schlüssel

Laut der über 17 Jahre laufenden Studie hatte der Besuch des Kindergartens nur dann einen Einfluss auf pro-soziales Verhalten der begleiteten Jugendlichen, wenn der von ihnen besuchte Kindergarten hohe Qualität aufgewiesen hatte. Hohe Bildungsqualität im Kindergarten wirkte sich auch langfristig positiv auf die mathematischen und sprachlichen Kompetenzen von Kindern, deren Eltern niedrige Bildungsabschlüsse vorwiesen, aus.

Die Träger*inneninitiative Elementare Bildung Wien empfiehlt daher dringend einen qualitativ nachhaltigeren Schlüssel für Fachkräfte, Kinder und Gruppengröße!

Entscheidend für die Qualität der Bildungseinrichtung sind vor allem die Gruppengröße und der entsprechende Fachkraft-Kind-Schlüssel. Nur so können qualitativ hochwertige Interaktionen gestaltet und Kinder beim Aufbau sicherer Beziehungen sowie in ihrer Selbstbestimmung, Kreativität und individuellen Kompetenzentwicklung unterstützt werden, wie etwa die mehrsprachliche Kompetenz mit Deutsch als Bildungssprache.

Nach wie vor gibt es keine bundesweit einheitliche Regelung für den Fachkraft-Kind-Schlüssel, die immer wieder dringend von uns und anderen Expert*innen gefordert wird! Denn alle Kinder in Österreich verdienen die beste Elementarbildung. Wien könnte hier Pionierarbeit leisten und als Vorbild für andere Bundesländer wirken.  

Was braucht es, um die Qualität mittel- und langfristig zu steigern?

  • Für junge Kinder bis zum 3. Lebensjahr wird ein Fachkraft-Kind-Schlüssel von 1:3 bis maximal 1:6 empfohlen. Die Gruppengröße sollte maximal 12 – 14 Kinder betragen.
  • Für 3- bis 6-Jährige soll der Schlüssel je nach Altersverteilung maximal 1:10 betragen. Optimal wären in dieser Altersspanne 7 Kinder pro Fachkraft und eine Gruppengröße von 15 Kindern.
  • Der den Empfehlungen entsprechende Fachkraft-Kind-Schlüssel für altersübergreifende Gruppen von 1- bis 6-Jährigen ist mit 1:7 anzusetzen. Die Gruppen sollten max. 15 Kinder – davon höchstens fünf Kinder unter drei Jahren umfassen.
  • Kinder mit nicht-deutschen Erstsprachen und Kinder mit besonderen Bedürfnissen müssen den Gruppenschlüssel anteilsmäßig reduzieren.
  • Auch in den Randzeiten ist auf die Einhaltung des empfohlenen Schlüssels zu achten.
  • Für Situationen wie z. B. Krankheitsfälle oder Fortbildungszeiten muss zusätzliches Personal eingeplant werden, um den Schlüssel aufrechterhalten zu können.

(Quellen: Deutsche Liga für das Kind, 2008; NAEYC, 2000; Viernickel & Schwarz, 2009)

Die Träger*inneninitiative Elementare Bildung Wien fordert daher ein langfristiges Umdenken  der verantwortlichen Politik und damit ein „Mehr an Investitionen“  in die Qualität der Elementarbildungseinrichtungen.

Rückfragehinweise:

Diakonie Bildung
Karin Brandstötter, 0664 827 34 83
karin.brandstoetter@diakonie.at, www.bildung.diakonie.at

Kinderfreunde Wien
Michaela Müller-Wenzel, 0664 542 31 58
michaela.mueller-wenzel@wien.kinderfreunde.at, www.wien.kinderfreunde.at

Kinder in Wien (KIWI)
Susanne Borth, 0664 886 89 008
s.borth@kinderinwien.at, www.kinderinwien.at

St. Nikolausstiftung
Gabriele Zwick, 0664 610 1398
g.zwick@nikolausstiftung.at, www.nikolausstiftung.at

Alle Jahre wieder: Mit Beginn der Adventzeit kommt auch die Diskussion, ob der Nikolaus in den Kindergarten kommen darf.

Der Kindergarten ist geöffnet – auch im 2. Lockdown, damit Eltern, die Unterstützung benötigen, diese auch erhalten. Der Kindergarten bietet gerade in Krisenzeiten Kindern einen Ort der Vertrautheit, der Routine und der Verlässlichkeit, einen Ort zum Spielen, Lernen und Lachen. Feste und Feiern im Jahreskreis sind ein wichtiger Teil des Kindergartenalltags, sie vermitteln Kindern Sicherheit und alle Beteiligten erleben es trotz der Umstände als feierlich und festlich. Wie bei allen Festen im Kindergarten spielt die Vorbereitung eine zentrale Rolle.
Warum wird das Fest nach vielen Jahr(hundert)en noch immer gefeiert? Wie kann der Ursprung des Festes in das Heute übersetzt werden? Im Kindergarten werden Feste nach verschiedenen Gesichtspunkten geplant. Das Alter, das Vorwissen und das Interesse der Kinder sind wesentlich für die Planung. Heuer müssen auch die Gegebenheiten der Corona-Pandemie in der Festgestaltung mitbedacht werden. Unter all diesen Aspekten wird auch heuer das Nikolausfest geplant. Wer war der Nikolaus? Was hat er der Legende nach bewirkt? Wie können wir heute im Alltag einander helfen und anderen Gutes tun? All dies wird im Vorfeld mit den Kindern besprochen und als ein Höhepunkt des Festes kommt auch der Nikolaus mit kleinen Geschenken. „Aufgrund der Corona-Pandemie werden heuer alle Nikolausfeiern ausschließlich in der Gruppe gefeiert. Für viele unserer Kindergärten ist diese Form der Feier aber nicht neu. Dass sich statt einer bekannten Bezugsperson von außen eine Pädagogin, ein Kind oder ein Zivildiener vor den Kindern als Nikolaus verkleidet, ist bei uns seit vielen Jahren so und Teil einer pädagogischen Festplanung“, beschreibt Susanna Haas, pädagogische Leitung, einmal mehr die Herangehensweise im Kindergarten.
Der Nikolausfeier im Kindergarten steht daher trotz Corona-Pandemie nichts im Weg.

Notverordnung im Nationalrat rund um den Nikolausbesuch

Die derzeitige Diskussion, die Notverordnung im Nationalrat rund um den Nikolausbesuch und das jährliche Interesse, ob der Nikolaus in den Kindergarten kommen darf, lässt alle Verantwortlichen im elementarpädagogischen Bereich einmal mehr fast ratlos zurück. Wenn wir uns einmal etwas wünschen dürften, dann wäre es eine vergleichbare politische Aufmerksamkeit für den Kindergarten.

Der Nikolaus ist u.a. der Schutzpatron der Kinder, vielleicht kann er, nachdem er allen Nationalratsabgeordneten zugewunken hat, allen politischen Verantwortlichen den Nikolaussack mit den Nöten und Sorgen der Elementarpädagogik – Stichworte PädagogInnenmangel, Rahmenbedingungen sowie Ansehen des Berufsfeldes – überbringen.